Amanita strobiliformis
Was Sie wissen sollten
Amanita strobiliformis ist ein seltener, wärmeliebender Pilz, der von Sommer bis Herbst unter verschiedenen Laubbäumen, oft Eichen und Linden, wächst, vor allem auf kalkhaltigen Substraten in wärmeren Gebieten. Er kommt auch in vom Menschen beeinflussten Lebensräumen vor, e.g. in Parks.
Die Kappe ist rau mit Warzen, die manchmal abfallen und die Kappe glatt, weißlich und manchmal braun machen. Die Lamellen sind frei und hinten abgerundet. Der Schleier ist groß und klebt manchmal am Rand der Kappe. Der Stiel ist lang, dick, weiß, knollig und wiegt manchmal ein Pfund.
Es gibt verschiedene Ansichten von A. strobiliformis Essbarkeit. Einige Quellen raten vom Verzehr ab, andere Quellen halten sie für essbar. Ultimate Mushroom rät davon ab, diesen Pilz zu sammeln und zu essen.
In Europa wächst er vom Mittelmeerraum bis zu den Niederlanden und England, vielleicht auch weiter nördlich.
Andere Namen: Warziger Amanita, Europäischer Kiefernzapfenrüssler, Muchomůrka šiškovitá (Tschechische Republik).
Identifizierung des Pilzes
Kappe
50 - 220 mm breit, konvex bis plankonvex, manchmal mit abgeflachter Mitte, weiß bis blassgrau oder blass bräunlichgrau, mit einem ungesägten, anhängenden Rand. Dicke Reste weißer bis blassgrauer oder bräunlich-grauer, (sub)flockig-filziger Vulva bilden Krusten, Flecken oder grobe, unförmige bis stumpf-subpyramidale Warzen.
Lamellen
Die Lamellen sind weiß bis cremefarben, gedrängt und mäßig breit. Die kurzen Lamellen sind schräg abgestumpft bis abgeschwächt.
Stängel
Der Stiel ist 80 - 180 (-220) × 16 - 30 (-40) mm groß, etwa gleich groß, meist dicklich, weiß, flockig, mit subflockig-filzigen Volvenresten, die einen oder mehrere Grate bilden, oder Reihen von eher groben, meist formlosen Warzen. Zu Beginn kann ein Lamellenring vorhanden sein, der jedoch weich, zerbrechlich und flüchtig ist. Der Stiel hat eine Basalzwiebel, die ziemlich groß sein kann (bis zu 80 × 50 mm).
Sporen
Die Sporen messen 10 - 13.5 (-14.5) × 7 - 8.5 (-9.5) µm und sind amyloid und ellipsoid bis langgestreckt. An der Basis der Basidien fehlen die Klammern.
Sporen Druck
Weiß.
Lebensraum
Er ist mykorhizisch mit Laubbäumen vergesellschaftet und bevorzugt lichte Wälder oder Waldränder, meist auf alkalischen Böden. Er bildet Einzelfrüchte und manchmal Büschel.
Chemische Reaktionen
Fleisch wird mit Phenol-Anilin erst rot, dann braun gefärbt, Objektträger mit Formalin nach einigen Minuten schmutzig rosa, Fleisch mit Phenol ebenfalls erst rot, dann braun.
Ähnliche Spezies
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Bei erwachsenen Arten fehlen meist die Schleierfragmente. Der Hut bleibt etwas gewölbt. Der Stielring ist in der Regel hoch oben und nicht sehr substanziell und ohne ausgeprägten Geruch.
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Hat einen weißlichen Hut mit flachen Schleierfragmenten. Der Stängel ist glatter mit einem deutlichen, anhaltenden Ring.
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Selten, wenige Fragmente von Schuppen auf dem Hut, Velum um den Hut.
Amanita solitaria
Kleiner, die Schuppen auf dem Hut sind spitz.
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Der Stängel ist an der Basis nicht dick und dicht mit abstehenden Lamellenschuppen bedeckt.
Amanita lepiotoides
Mediterrane Art, Fruchtfleisch beim Anschneiden rot.
Taxonomie und Etymologie
Der binomiale Name wurde von dem französischen Mykologen Jean-Jacques Paulet als Hypophyllum strobiliforme kreiert, nachzulesen in seinem Werk Iconographie des Champignons von 1812 und umbenannt in Agaricus strobiliformis durch den italienischen Mykologen Carlo Vittadini in seiner Descrizione dei funghi mangerecci più comuni dell' Italia e de'velenosi che possono co'medesimi confondersi seit 1835.
Die Art wurde schließlich von dem französischen Arzt Louis-Adolphe Bertillon (1821-1883) unter Beibehaltung des Epithets korrekt in die Gattung Amanita überführt, was in seinem Werk Dictionnaire Encyclopédique de Science Médicales von 1866 bestätigt wurde.
Das spezifische Epitheton strobiliformis bedeutet stäbchenförmig oder kegelförmig, wie bei Tannenzapfen oder den Fortpflanzungsorganen von Keulenmoosen.
Synonyme
Hypophyllum strobiliforme (Paulet ex Vittad.) Paulet, 1812
Amanita solitaria var. strobiliformis (Paulet ex Vittad.) Costantin & L.M. Dufour, 1891
Armillaria strobiliformis (Paulet ex Vittad.) Locq., 1952
Amanita solitaria f. strobiliformis (Paulet ex Vittad.) Cetto, 1983
Amanita pellita Paulet ex Bertill., 1866
Amanita ovoidea var. ammophila Beeli, 1930
Agaricus strobiliformis Paulet ex Vittad.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 2 - Autor: Amanita_strobiliformis_110828wa.jpg: Strobilomycesderivative Arbeit: Ak ccm (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: GLJIVARSKO DRUSTVO NIS aus Serbien (CC BY 2.0 Allgemein)
Foto 4 - Autor: GLJIVARSKO DRUSTVO NIS aus Serbien (CC BY 2.0 Generisch)
Foto 5 - Autor: © 1971markus (CC BY-SA 4.0 International)





