Amanita vittadinii
Was Sie wissen sollten
Amanita vittadinii ist ein symbiotischer Basidiomycetenpilz aus der Familie der Amanitaceae. Er zeichnet sich durch die weiße Farbe des gesamten Fruchtkörpers (Carpophore) und durch das Vorhandensein von Schuppen an allen Teilen aus.
Man findet diesen Pilz zwischen Spätsommer und Herbst an grasbewachsenen und unbewachsenen Stellen; er wächst einzeln oder in Gruppen von wenigen Exemplaren zwischen dem Gras an unbewachsenen Stellen, ist aber nicht häufig. Die Frucht kann auch in der Nähe von Bäumen wachsen, wobei es sich nicht unbedingt um mykorrhizische Arten handeln muss.
Andere Namen: Barfuß-Amanit.
Identifizierung des Pilzes
Kappe
Die Kappe von A. vittadinii ist 75 - 170 mm breit, fleischig, von kugelförmig über halbkugelförmig bis plankonvex, weiß bis schwach ockerfarben, im Alter in der Mitte bräunlich, trocken, mit einem erst gebogenen, dann geraden, nicht genoppten, anhängenden, abstehenden Rand. Das Fruchtfleisch ist weiß und unveränderlich oder wird leicht gelblich. Pyramidale, subpyramidale oder fleckige Volvalreste sind im Zentrum vorhanden, und angeheftete, fleckige bis schuppenartige Reste sind in der Nähe des Randes vorhanden; die Volvalreste sind angewachsen und weiß bis rosafarben oder grau-bräunlich.
Lamellen
Die Lamellen sind ziemlich dicht gedrängt, frei, ziemlich dick, breit, abgeschwächt und weiß, cremefarben, grünlich-cremefarben oder blass grünlich-gelb. Die kurzen Lamellen sind reichlich vorhanden und abgestumpft.
Stängel
Der Stiel ist 100 - 160 × 15 - 25 mm groß, subzylindrisch, meist an der Basis etwas abgeschwächt, fest, weiß und leicht brüniert. Angedrückte bis gebogene, flache, häutige Schuppen sind konzentrisch über dem Ring angeordnet.
Geruch und Geschmack
Diese Art hat anfangs wenig Geruch, aber (für manche) wird der Geruch süßlich und ekelerregend. Bertault (1964) berichtet, dass der Geruch an einen Keks erinnert (wahrscheinlich im britischen Sinne eines süßen Kuchens oder Plätzchens) und dass der Geruch der Grund dafür ist, dass diese Art (seiner Erfahrung nach) in Marokko als Speise begehrt ist. Der Geschmack soll undeutlich sein.
Sporen
Die Sporen messen (9-) 10 - 13 (-15) × (6.5-) 7.5 - 10 (-11) µm (Bas, 1969) und sind breit ellipsoid bis ellipsoid und amyloid. An der Basis der Basidien sind Klammern reichlich vorhanden.
Synonyme
Saproamanita vittadinii (Moretti) Rotkopf
Vizzini, Drehmel & Kontu
Quellen:
Foto 1 - Autor: Adriano 64 (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: GLJIVARSKO DRUSTVO NIS aus Serbien (CC BY 2.0 Allgemein)
Foto 3 - Autor: GLJIVARSKO DRUSTVO NIS aus Serbien (CC BY 2.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Dušan Vučić (CC BY-SA 4.0 International)




