Coltricia perennis
Was Sie wissen sollten
Coltricia perennis ist ein einjähriger Polypus, der sehr ungewöhnlich ist, da er im Boden und nicht auf totem Holz wächst. Er ist ungenießbar und bevorzugt humusreiche Sandböden an Waldrändern und sauren Heideflächen.
Dieser Pilz hat einen eher schlanken, zähen, braunen, samtigen Stiel und einen trichterförmigen, samtigen Hut mit konzentrischen Zonen von graubraun, gold- bis zimtbraun oder dunklerem Braun und meist einem hellen, unregelmäßigen Rand. Das Fruchtfleisch ist braun, dünn und lederartig. Die Röhren sind dekliniert mit Poren, die gelblich-weiß bis bräunlich sind und beim Anfassen braun quetschen. C. perennis kann während eines Großteils der Pilzsaison gefunden werden. Er ist ektomykorrhizisch, wächst oft in Gruppen und kann verschmolzene Hutränder haben. Die eng verwandte C. cinnamomea hat einen seidigen, glänzenden, rötlich-braunen Hut mit weniger ausgeprägter Zonierung.
Wichtige Erkennungsmerkmale sind eine filzige Hutoberfläche und eine meist abfallende Röhrenschicht.
Andere Namen: Tigerauge.
Pilz Identifikation
Kappe
1.0-7.0 cm breit, plattgedrückt bis trichterförmig oder nabelig; Rand gerade bis gewellt, bei Reife häufig gebogen; Oberfläche stumpf, matt-filzig (Handlinse verwenden), manchmal schwach faltig, mit meist gut abgegrenzten Bändern von zimtbraun, beige, gelblichbraun und graubraun, der aktiv wachsende Rand heller; Exemplare an exponierten Standorten mit zunehmendem Alter gräulich; Kontext frisch biegsam, trocken steif und hart, mittelbraun bis rostbraun, 1.0-3.0 mm dick, schwärzlich mit 3% KOH; Geruch und Geschmack unerprobt.
Hymenophor
Porenschicht subdekurrent bis dekurrent, buff-braun bis blass zimt-braun; Poren 3-4/mm, länglich, eventuell eckig; Röhren bis zu 3 mm lang, gefärbt wie die Porenoberfläche.
Stipe
0.5-5.0 cm lang, 3-7 mm dick, mittig, rund bis gestaucht, fest, gleichmäßig, nur an der Basis geschwollen; Oberfläche filzig bis velutiniert, schmuddelig orangebraun; Kontext im frischen Zustand lederartig, im trockenen Zustand starr, gefärbt wie die Stieloberfläche.
Sporen
6.0-8.5 x 4.0-4.5 µm, elliptisch bis länglich-elliptisch, glatt, dünnwandig, im Profil ungleichseitig, i.e. auf einer Seite leicht abgeflacht, Hilusanhängsel unauffällig, einzelnes Guttulum vorhanden, schwach dextrinoid in Melzer's Reagenz; Sporenlager nicht gesehen.
Lebensraum
Solitär, gesellig oder in Gruppen, gewöhnlich in Verbindung mit Nadelbäumen, oft in gestörten Gebieten wachsend, e.g. Straßenränder, Wege, Moosbänke, etc., selten auf verrottendem Holz; auch früh in der Sukzessionsfolge nach Verbrennungen zu finden; während der gesamten Pilzsaison in Tieflandwäldern, im Herbst und Frühjahr in der Sierra Nevada vorkommend; häufig, aber unauffällig, leicht zu übersehen.
Ähnliche Arten
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Truthahnschwanz, manchmal zoniert, bildet Rosetten, die jedoch aus Holz wachsen, im Allgemeinen gelappt sind und weiße Sporen produzieren.
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hat einen schwach gezähnten, rötlich-braunen Fruchtkörper. Die Oberfläche der Kappe von C. cinnamomea ist eher mit anhaftenden Fibrillen als mit einem Tomentum bedeckt. Diese Fibrillen verleihen der Art manchmal ein glänzendes oder glitzerndes Aussehen.
Platypodium elegans
Man kann sie durch ihren verholzenden Wuchs und die nicht rostbraune Umgebung unterscheiden.
Lonotus tomentosus
Ein weiterer terrestrischer, stipitativer Polypus, der sich jedoch durch einen relativ dicken, undeutlich gezonten Hut und mikroskopisch durch das Vorhandensein von Seten auszeichnet.
Medizinische Eigenschaften
Anti-Tumor-Wirkung. Polysaccharide, extrahiert aus der Myzelkultur von C. Cortinarius perennis, das weißen Mäusen in einer Dosierung von 300 mg/kg intraperitoneal verabreicht wurde, hemmte das Wachstum von Sarkom 180 und Ehrlich-Krebs um 100% bzw. 90% (Ohtsuka et al., 1973).
Taxonomie und Etymologie
Das Tigerauge wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben, der ihm den Namen Boletus perennis. Es war der amerikanische Mykologe William Alphonso Murrill (1869 - 1957), der diese Art 1903 in die Gattung Coltricia einordnete und damit den heute anerkannten wissenschaftlichen Namen Coltricia perennis begründete.
Synonyme von Coltricia perennis sind Boletus perennis L., Coltricia connata Gray, Polyporus perennis (L.) Fr., und Polystictus perennis (L.) P. Karst.
Der Ursprung des Gattungsnamens Coltricia ist lateinisch und bedeutet "Liege" oder "Sitz".
Das spezifische Epitheton perennis ist einfach und bedeutet, genau wie es klingt, mehrjährig.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: vjp (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 5 - Autor: Darius Baužys (Für jeden Zweck)





