Polyporus durus
Was Sie wissen sollten
Polyporus durus ist eine ungenießbare Pilzart aus der Gattung der Basidiomycota. Er ist zunächst blass graubraun, dann kastanienbraun, in der Mitte dunkler, sehr dünn. oft lappig und gelappt. Glänzend und lederartig, auf der Unterseite weiß. Stängel 20 bis 35 x 5 bis 15 mm, oft schwarz an der Basis. Die Poren auf der Unterseite sind mit dem bloßen Auge kaum sichtbar. Wächst auf totem, verrottendem Holz von Laubbäumen, meist auf großen, umgestürzten und stark verrotteten Stämmen
Erstmals von Joachim Christian Timm beschrieben und 1984 von Hanns Kreisel mit seinem einfachen asiatischen Namen versehen.
Andere Namen: Brauner Polypor.
Identifizierung des Pilzes
Hut
Die Oberseite des Deckels dieses gelegentlich vorkommenden Polyps ist glatt, nicht zoniert und rötlich-braun mit einem viel dunkleren Zentrum. Die dünnen Hüte, die im ausgewachsenen Zustand einen Durchmesser von 5 bis 20 cm haben, sind oft gelappt und unregelmäßig statt rund; bei der Reife sind sie leicht trichterförmig und haben gewellte Ränder.
Stiel
1-5cm lang (obwohl es keine klare Abgrenzung zwischen Hut und Stiel gibt) und 0.5-1.5 cm im Durchmesser, die gräulichen Stiele sind an der Basis manchmal fast schwarz; sie verjüngen sich zur Basis hin; gewöhnlich sind sie exzentrisch mit der fruchtbaren Unterseite der Kappe verbunden.
Röhrchen und Poren
Unter der Kappe sind die winzigen weißen Röhrchen in einer Dichte von 5-8 pro mm zusammengedrängt (mit bloßem Auge nicht deutlich sichtbar, daher ist eine Lupe ein sehr nützliches Hilfsmittel im Feld); sie sind zwischen 0.5 und 2.5 mm tief und enden in weißlichen Poren, die sich mit zunehmendem Alter vom Rand her gelblich verfärben. Die Röhren sind dekliniert mit dem Stiel.
Sporen
zylindrisch oder wurstförmig, glatt, 5-9 x 3-4µm; inamyloid.
Sporen Druck
Weiß.
Geruch und Geschmack
Der Geruch ist pilzartig, aber nicht ausgeprägt; der Geschmack ist mild.
Lebensraum
Saprobiell, gelegentlich auf lebenden Laubbäumen, meist aber auf totem Laubholz - oft auf herabgefallenen Ästen, vor allem von Buche.
Saison
Neue Fruchtkörper produzieren Sporen vom späten Frühjahr bis zum Herbst, aber an trockenen Standorten überdauern diese zähen Polypen oft das ganze Jahr.
Ähnliche Arten
-
ist blasser und hat größere Poren, aber kleinere Sporen.
-
Hat einen gefransten haarigen Rand.
-
ist viel blasser und hat strahlenförmige Streifen auf seiner Oberfläche. Man findet ihn auch auf totem/absterbendem Laubholz, aber nicht auf lebenden Bäumen.
-
ist im Aussehen sehr ähnlich.
Taxonomie und Etymologie
Der Buchtpilz wurde 1788 von Timmermans wissenschaftlich beschrieben (uns sind keine biografischen Details zu dieser Autorität bekannt), der ihm den wissenschaftlichen Binomialnamen Boletus durus gab und damit sein Basionym schuf. (Drei Jahre später, im Jahr 1801, beschrieb Christiaan Hendrik Persoon denselben Polypen unter dem wissenschaftlichen Namen Polyporus badius.)
Es war der deutsche Mykologe Hans Kriesel (geb. 1931), der diese Art 1984 in die Gattung Polyporus einordnete und drei Jahre später, im Jahr 1801, ihren weithin akzeptierten wissenschaftlichen Namen als Polyporus durus festlegte.
Der Gattungsname Polyporus bedeutet "mit vielen Poren", und die Pilze dieser Gattung haben in der Tat Röhren, die in Poren enden (normalerweise sehr klein und viele davon), und keine Lamellen oder eine andere Art von Hymenialoberfläche.
Das spezifische Epitheton durus ist ein lateinisches Adjektiv und bedeutet hart, zäh oder dauerhaft. (Das synonyme Epitheton badius kommt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet rotbraun.) Die Fruchtkörper dieses zähen Polyps verfaulen nur langsam. Infolgedessen kann man den ganzen Sommer über mit Bay Polypores rechnen, wenn auch mit verdunkelten Porenoberflächen und ohne Sporenbildung.
Synonyme
Melanopus picipes (Fr.) Pat. 1887
Leucoporus picipes (Fr.) Quél. 1886
Polyporellus picipes (Fr.) P. Karst. 1879
Polyporus dibaphus Berk. & M.A. Curtis 1872
Polyporus trachypus Berk. & Mont. 1856
Favolus trachypus Berk. & Mont. 1856
Polyporus picipes Fr. 1838
Steinpilz durus Timm 1788
Steinpilz perennis Batsch 1783
