Amanita rubescens
Was Sie wissen sollten
Amanita rubescens hat einen Hut mit einer Kutikula, die im Allgemeinen weinrot, weinrot oder leuchtend rosa ist, mit farbigen Schuppen von rötlich grau oder weinrot. Die Lamellen sind weiß, im Alter manchmal weinrot angefärbt. Der Stiel ist dick, zylindrisch oder nach oben hin leicht verjüngt, von weißer Farbe mit einer Tendenz zu weinrot, oft fein mit weinrot durchsetzt und hat einen fallenden Schleierring. Die Basis des Stängels ist mit einer stark geplatzten, schuppigen Volva bedeckt, die eine ausgeprägte Zwiebel umgibt. Das Fruchtfleisch wird an der Luft auch rosa.
Die Art ist sehr variabel in der Farbe, die von sehr blass und fast weißlich bis hin zu ziemlich dunkel reichen kann, je nach Feuchtigkeitsbedingungen und dem Alter der Fruchtbildung. Dieser Farbpolymorphismus kann zu Verwechslungen mit anderen gefährlichen Amanita-Arten führen.
Er ist im östlichen Nordamerika weit verbreitet und häufig. Er wächst von Juni bis November in Laub-, Nadel- und Mischwäldern, sowohl einzeln als auch in Gruppen.
Es wird angenommen, dass dieser Pilz, wenn er gekocht wird, sicher zu essen ist und einen guten Geschmack hat. Um sicherzugehen, dass es sich nicht um einen giftigen Pilz handelt, brechen Sie den Hut ab und prüfen Sie, ob sich das Fruchtfleisch weinrot verfärbt. Wenn dies der Fall ist, ist der Verzehr unbedenklich. Dieser Pilz kann auch durch seine Warzen und den Ring am Stiel von giftigen Pilzen unterschieden werden. Giftige Pilze haben einen glatten Ring und einen weißen Stiel, während dieser Pilz einen gerippten Ring und einen roten Stiel hat.
1797 beschrieb Christiaan Hendrik Persoon diese Art. Das spezifische Epitheton rubescens bedeutet Rötung, was sich auf den Farbwechsel von weiß zu rosa-rot bezieht, wenn er angeschnitten oder verletzt wird.
Andere Namen: Blusher, Eurasischer Blusher, Perlpilz (deutsch), Parelamaniet (Niederlande), Muchomůrka Růžovka (Tschechische Republik), Cuc oder Cuci oder Plopenchi oder Borșgombă (Rumänien).
Identifizierung von Pilzen
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Kappe
4-20 cm; konvex, breit konvex oder flach werdend; trocken oder leicht klebrig; mit zahlreichen filzigen Warzen besetzt, die anfangs leuchtend gelb und dicht gepackt sind, sich aber bald ausbreiten und verblassen und rosa, gräulich oder stumpf braun werden; Oberfläche stumpfmessinggelb bis stumpfbraun, wenn sie jung ist, mit Rottönen durchzogen und schließlich rötlichbraun bis hellbraun oder braun werdend; der Rand typischerweise nicht gesäumt.
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Lamellen
Frei vom Stängel oder eng an ihm anliegend; weiß, manchmal rötlich verfärbend; dicht oder gedrängt; zahlreiche Kurzkiemen.
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Stängel
5-18 cm lang; 1-3 cm dick; mehr oder weniger gleichmäßig oder manchmal leicht zur Basis hin vergrößert; die Basis undeutlich bis knollig; im Allgemeinen ohne universelle Schleierreste; ohne Rand; anfangs weiß, dann rosa bis schmutzig rot gefärbt; kahl oder fein behaart; mit einem zerbrechlichen, anhaltenden Ring.
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Fruchtfleisch
Durchgehend weiß, langsam blassrosa-rot verfärbend, besonders um Wurmlöcher herum.
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Geruch und Geschmack
Der Geruch ist süßlich pilzartig. Der Geschmack ist schwach und wird dann leicht säuerlich.
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Sporen
Weiß.
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Sporenabdruck
Weiß.
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Jahreszeit
Juni bis November.
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Lebensraum
Mykorrhizapilz, vor allem mit Eichen, aber auch unter Kiefern und anderen Nadelbäumen; wächst einzeln, verstreut oder gesellig; weit verbreitet.
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Mikroskopische Merkmale
Sporen 6-10.5 x 4-7µm; glatt; ellipsoid; amyloid. Basidien 4-sporig; ohne Klammern. Pileipellis eine Cutis oder Ixocutis aus 2-7 µm breiten Hyphen. Lamellentrama beidseitig; Subhymenium zellulär.
Ähnliche Arten
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Sehr ähnlich in der Hutfarbe. Das Fleisch verfärbt sich beim Anschneiden nicht.
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Der Hut ist leuchtend orange und hat einen gestreiften Rand. Der Stiel ist gelb.
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Einige Varianten haben orange-braune Kappen, andere sind silbrig. Die Schleierfragmente sind rein weiß.
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Die Kappe hat eine braune Farbe. Das Fruchtfleisch wird beim Anschneiden nicht rosa.
Synonyme und Varietäten
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Amanita verrucosa Lam., 1783
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Agaricus adnatus Schumacher (1803), Enumeratio plantarum in partibus Saellandiae septentrionalis et orientalis, 2, p. 260
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Agaricus circinatus (Persoon) Schumacher (1803), Enumeratio plantarum in partibus Saellandiae septentrionalis et orientalis, 2, p. 251
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Agaricus crassipes O.F. Müller (1780), Flora danica, 14, p. 7, Registerkarte. 831, Abb. 2
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Agaricus magnificus Fr. 1857
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Agaricus margaritiferus Batsch (1783), Elenchus fungorum, p. 57
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Agaricus muscarius var. ß rubens (Scopoli) F.H. Wiggers (1780), Primitiae flora holsaticae, p. 98
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Agaricus myodes Schaeffer (1774), Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu circa Ratisbonam, 4, p. 69, Registerkarte. 261
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Agaricus pustulatus Schaeffer (1774), Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu circa Ratisbonam, 4, p. 39, Registerkarte. 91
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Agaricus rubens Scopoli (1772), Flora carniolica, Edn 2, 2, p. 416
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Agaricus rubescens (Persoon) J. Otto (1816), Versuch einer auf ... Anordnung und Beschreibung der Agaricorum, S. 39
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Agaricus rubescens var. ß circinatus (Persoon) Weinmann (1836), Hymeno et Gastero-mycetes hucusque in imperio Rossico observatos recensuit, p. 7
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Agaricus verrucosus Bulliard (1786), Herbier de la France, 7, tab. 316
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Amanita annulosulphurea (Gillet) Seyot 1930
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Amanita circinata (Persoon) Gray (1821), Eine natürliche Anordnung der britischen Pflanzen, 1, p. 600
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Amanita incarnata ss. Gillet (1874), Les hyménomycètes, ou description de tous les champignons (fungi) qui croissent en France, p. 45
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Amanita magnifica (Fr.) Gillet 1874
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Amanita marci Dupain (1928), Bulletin de la Société mycologique de France, 44(1), p. 113 (nom. inval.)
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Amanita pseudorubescens Herrfurth (1936), Schweizerische Zeitschrift für Pilzkunde, 14(6), p. 77, Registerkarte. 1
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Amanita pustulata (Schaeffer) J. Schröter (1889), in Cohn, Kryptogamen-flora von Schlesien, 3(1), p. 678
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Amanita radicata Voglino, 1894
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Amanita rubens (Scopoli) Quélet (1886), Enchiridion fungorum in Europa media et praesertim in Gallia vigentium, p. 4
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Amanita rubens var. circinata (Persoon) Saccardo (1915), Flora italica cryptogama. Pars 1: Pilze. Hymeniales, 1(14), p. 45
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Amanita rubescens f. annulorosea A.G. Parrot (1960), Amanites du Sud-Ouest de la France, p. 91
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Amanita rubescens f. exannulata A.G. Papagei (1960), Amanites du Sud-Ouest de la France, p. 90
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Amanita rubescens Persoon (1797), Tentamen dispositionis methodicae fungorum, p. 67 (basionyme) Sanctionnement : Fries (1821)
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Amanita rubescens var. alba Coker 1917
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Amanita rubescens var. alutacea Gillet 1874
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Amanita rubescens var. annulosulphurea Gillet 1874
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Amanita rubescens var. circinnata Pers. 1801
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Amanita rubescens var. communis Alb. & Schwein. 1805
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Amanita rubescens var. congolensis Beeli 1935
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Amanita rubescens var. elegantissima Naveau 1923
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Amanita rubescens var. genuina Gillet 1874
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Amanita rubescens var. gracilis Gillot & Lucand (1889), Société d'histoire naturelle d'Autun, Bulletin, 2, p. 147
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Amanita rubescens var. incarnata Gillet 1874
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Amanita rubescens var. magnifica (Fr.) Rea 1922
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Amanita rubescens var. ß circinata Persoon (1801), Synopsis methodica fungorum, p. 255
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Amanita rubescens var. Sulfureoannulata Gillet
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Amanita rubescens var. verrucosa (Bulliard) Gillet (1874), Les hyménomycètes, ou description de tous les champignons (fungi) qui croissent en France, p. 45
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Amplariella rubescens (Persoon) E.-J. Gilbert (1940), Iconographia mycologica, 27, supplément 1(1), p. 78
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Hypophyllum vinosum Paulet (1808) [1793], Traité des champignons, 2, p. 357, tab. 161, Feige. 1-4
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Limacium rubescens (Pers.) J. Schröt., 1889
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Venenarius rubens (Scopoli) Murrill (1913), Mycologia, 5(2), p. 75
Amanita rubescens Video
Quellen:
Foto 1 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Grzegorz "Spike" Rendchen (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Grzegorz "Spike" Rendchen (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 4 - Autor: Fluff Berger (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 5 - Autor: Michel Langeveld (CC BY-SA 4.0 International)





