Gloeophyllum sepiarium
Was Sie wissen sollten
Gloeophyllum sepiarium ist ein ungenießbarer Holzfäulepilz. Wenn er frisch und sehr jung ist, ist sein Hut mehr oder weniger orange, aber wenn er reift, ersetzen braune Farben das Orange von der Mitte nach außen und er kann sogar einen grünlichen Schimmer haben. Die orangefarbenen Lamellen sind ziemlich unverwechselbar. Er wächst in dünnen, dunkelbraunen/grünen Klammern auf abgestorbenen Koniferen. Der Fruchtkörper wächst nur ein Jahr lang und produziert im Spätsommer und Herbst Sporen.
Andere Namen: Nadelbaum-Mazegill, Rostiger Lamellenpilz, Gelbroter Lamellenpilz, Yesquero de las cercas (Spanien), Lenzit des clôtures (Frankreich), Zaun-Blättling (Deutschland).
Pilz-Bestimmung
Ökologie
Saprobiell auf dem Totholz von Nadelbäumen und gelegentlich auch Laubhölzern (vor allem solchen, die wie die Zitterpappel in Ökosystemen wachsen, die von Nadelbäumen dominiert werden); verursacht eine Braunfäule; wächst allein oder in Scharen; kommt in Wäldern vor, wird aber auch nicht selten auf Holz in städtischen Gebieten gefunden; einjährig oder mehrjährig wiederkehrend; Sommer und Herbst (und überwintert in warmen Klimazonen); weit verbreitet in Nordamerika.
Cap
Einfach oder zusammengesetzt (und dann entweder seitlich verschmolzen oder mit locker angeordneten Lappen, die von einem zentralen Punkt ausgehen); bis zu etwa 12 cm breit und 8 cm tief; halbkreisförmig, unregelmäßig klammerförmig oder nierenförmig; abgeflacht-konvex; samtig bis haarig; zerklüftet; mit konzentrischen Zonen von Textur und Farbe; anfangs gelb bis orange, zum Ansatzpunkt hin gelbbraun bis dunkelbraun oder fast schwarz werdend, aber am wachsenden Rand gewöhnlich gelb bis orange bleibend.
Lamellen
unregelmäßig und oft verschmolzen; ziemlich dicht; oft mit schlitzförmigen Poren durchsetzt; Ränder gelbbraun, mit dem Alter dunkler werdend; Flächen cremefarben bis blass bräunlich, mit dem Alter nachdunkelnd; bis zu etwa 1 cm tief.
Fruchtfleisch
Dunkel rostbraun oder dunkel gelb-braun; korkig.
Sporen Druck
Weiß.
Chemische Reaktionen
KOH schwarz auf Fleisch.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 9-13 x 3-5 µ; glatt; zylindrisch; inamyloid; hyalin in KOH. Basidien oft langgestreckt. Cystidien zylindrisch; bis zu etwa 100 x 10 µ. Hyphen-System trimitisch.
Ähnliche Arten
einbeziehen Trametes betulina, und Trametes versicolor.
Medizinische Eigenschaften
Anti-Tumor-Wirkung. Die Kulturmyzelien und Fruchtkörper von G. sepiarium zeigte eine 80 %ige bzw. 60 %ige Hemmung gegen Sarkom 180, während die Fruchtkörper eine 60 %ige Hemmung gegen Ehrlich-Solid-Krebs zeigten (Ohtsuka et al., 1973).
Taxonomie und Etymologie
Synonyme: Agaricus sepiarius Wulfen 1786 (Basionym); Daedalea sepiaria (Wulfen) Fries 1821; Lenzites sepiaria (Wulfen) Fries 1838; Merulius sepiarius (Wulfen) Schrank 1789.
Der Begriff "Sepiarium" kommt vom lateinischen "sepiárius" = der Tintenfische, der Tinte (sépia = Tintenfisch, Tinte + ater = dunkel, schwarz).
Quellen:
Foto 1 - Autor: Quartl (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Holger Krisp (CC BY 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 5 - Autor: Anneli Salo (CC BY-SA 3.0 Unported)





