Agaricus macrosporus
Was Sie wissen sollten
Diese kleine Gruppe von Makropilzen wurde an einem grasbewachsenen Straßenrand gefunden, nicht weit von einigen Feldern und einem kleinen Waldstück entfernt. Man findet sie auch in ähnlichen Umgebungen wie Weiden, Waldrändern und grasbewachsenen Waldlichtungen.
Leider können Maden auch diesen Pilz entdecken und fast alle Macro-Pilze sind madenbehaftet.
Agaricus macrosporus ist eine hervorragende Speisepilzart für alle Rezepte, in denen ein großer Zuchtpilz (Portobello) verwendet werden soll. Er eignet sich hervorragend für Risottogerichte und Omeletts sowie für köstliche Suppen und Soßen zu Fleischgerichten.
Andere Namen: Makro-Pilz.
Identifizierung des Pilzes
Kappe
Anfangs kugelförmig, sich ausdehnend, plankonvex werdend, schließlich abgeflacht, ohne Evolventenränder, Oberfläche bei Reife radial faserig oder schuppig, anfangs weiß, wird aber hell ockerfarben und vergilbt leicht. Bei Reife kann der Hut einen Durchmesser von 10 bis 25 cm erreichen. Bei Quetschungen färbt sich die Oberfläche des Hutes langsam gelb, vor allem zum Rand hin.
Lamellen
Blass graurosa in der Jugend, dichte, freie, etwas gewellte Lamellen, später dunkelbraun oder purpurbraun im Alter. Die Lamellenränder sind etwas blasser als die Lamellenflächen.
Stiel
2-4 cm im Durchmesser und 7-13 cm lang, birnenförmig bis zylindrisch, an der Basis leicht stäbchenförmig, mit herabhängenden häutigen Ringen und zahnradartigen Mustern auf der Unterseite. Oberhalb des Rings ist die Stieloberfläche glatt, während sie unterhalb von weißen oder bräunlichen Schuppen in einem eher unregelmäßigen, schlangenhautartigen Muster umgeben ist. Beim Anschneiden färbt sich das Fleisch des Stiels hellbraun, vor allem am Stielansatz.
Sporen
Ellipsoidisch, glatt, 8.5-12.3 x 5.2-6.9µm.
Sporenabdruck
Braun.
Geruch und Geschmack
Der Geruch hat ein Mandelaroma, aber mit zunehmendem Alter des Fruchtkörpers wird der Geruch zunehmend ammoniakalisch (oder urinähnlich). Der Geschmack ist pilzartig.
-
Lebensraum
Saprobisch; häufig in kleinen Gruppen auf Dauerwiesen, grasbewachsenen Straßenrändern, Waldrändern und grasbewachsenen Waldlichtungen zu finden.
Ähnliche Arten
-
Hat bei jungen Exemplaren nicht die rein weiße Kappe.
-
Hat eine ähnliche weiße Kappe, wird aber mit zunehmender Reife gelblich gefärbt. Seine Sporen sind viel kleiner als die von Agaricus urinascens und er riecht nicht so schlecht, wenn er altert.
-
Ähnlich, aber mit kleineren Sporen; riecht in der Reife ebenfalls nach zerdrückten Mandeln.
Taxonomie und Etymologie
Diese durch und durch moderne Pilzart wurde 1938 von dem dänischen Mykologen Frits Hansen Møller (1887 - 1962) und dem deutschen Mykologen Julius Schäffer (1882 - 1944) wissenschaftlich beschrieben und erhielt den binomischen Namen Psalliota urinascens.
Der wissenschaftliche Name Agaricus urinascens stammt aus einer 1949 erschienenen Arbeit des deutschstämmigen Amerikaners Rolf Singer (veröffentlicht 1951).
Das spezifische Epitheton urinascens bedeutet "die allmähliche Erlangung eines urinähnlichen Geruchs", während der gebräuchliche englische Name Macro Mushroom sich auf die enorme Größe der Sporen dieser Pilze bezieht.
Synonyme
Psalliota villatica
Psalliota arvensis ssp. macrospora F.H. Møller & Jul. Schäff.
Psalliota urinascens F.H. Møller & Jul. Schäff.
Agaricus macrosporus (F.H. Møller & Jul. Schäff.) Pilát
Agaricus urinascens (F.H. Møller & Jul. Schäff.) Singer
Psalliota macrospora (F.H. Møller & Jul. Schäff.) F.H. Møller
Agaricus albertii Bon.
Psalliota straminea Jul. Schäff. & F.H. Møller, 1938
Psalliota collina Velen., 1939
Agaricus kuehnerianus Heinem., 1974
Agaricus schaefferianus Hlavácek, 1987
Agaricus stramineosquamulosus Rauschert, 1992
Quellen:
Foto 1 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Kolforn (Kolforn)Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine E-Mail schicken könnten (Kolforn@gmail.com), wenn Sie dieses Bild außerhalb des Wikimedia-Projekts verwenden möchten. (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Kolforn (Kolforn)Ich würde mich freuen, wenn Sie mir eine Mail schicken könnten (Kolforn@gmail.com), wenn Sie dieses Bild aus dem Bereich des Wikimedia-Projekts verwenden möchten. (CC BY-SA 4.0 International)



