Peziza violacea
Was Sie wissen sollten
Peziza violacea ist eine violett gefärbte Pilzart aus der Gattung Peziza in der Familie der Pezizaceae. Die Fruchtkörper sind zunächst fast kugelförmig, dann becherförmig und werden im Alter etwas abgeflacht. Sie haben keinen Stiel. Die innere sporentragende Oberfläche des Bechers, das Hymenium, ist blassviolett bis rötlich-violett gefärbt, oft mittig eingedrückt und leicht faltig. Das Fruchtfleisch ist dünn und blassviolett. Die Außenfläche ist blasser als das Innere, etwas gräulich und kann in der Nähe der Ränder pruinös sein - mit einem sehr feinen, weißlichen Pulver auf der Oberfläche. Der Geruch und der Geschmack sind nicht ausgeprägt. Man findet ihn typischerweise auf verbranntem Boden.
Dieser Becherpilz gilt nicht als essbar.
Andere Namen: Violetter Feenbecherling, Der Violette Becherpilz.
Pilz Identifikation
Fruchtkörper
Stielloser (oder mit sehr kurzem, unauffälligem Stiel) Becherpilz, anfangs halbkugelförmig, sich öffnend, um einen flachen Becher zu bilden, der gewöhnlich einen gewellten Rand entwickelt; 1 bis 4 cm Durchmesser. Die innere Oberfläche ist oft leicht faltig, vor allem im mittleren Bereich. Das Fruchtfleisch der Schale ist weißlich und 0.5 - 2 mm dick.
Jung violett bis tief lila, das Hymenium (die fruchtbare Oberseite) wird mit zunehmendem Alter und Tageslicht braun; die Oberfläche ist glatt und wachsartig.
Die unfruchtbare Unterseite ist in der Jugend blasslila, im Alter weißlich oder blassbraun. Die Oberflächentextur ist fein körnig/rauhfaserig.
Asci
Zylindrisch, typischerweise 200-250 x 10-15µm; achtsporig.
Paraphysen
Paraphysen klumpig, sich nur geringfügig zu den Spitzen hin auf einen Durchmesser von 5-8µm verbreiternd, oft leicht gebogen; Inhalt körnig, bräunlich-purpurn.
Sporen
Ellipsoidisch, glatt, 13-15.5 x 7.5-8.5µm.
Sporen Druck
Weiß.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Peziza violacea ist ein Saprophyt und kommt auf feuchtem Boden in Laub- und Mischwäldern vor, sehr oft auf verbranntem Boden.
Ähnliche Arten
Es gibt mindestens 100 Peziza-Arten, und eine eindeutige Identifizierung ist ohne mikroskopische Untersuchung selten möglich, aber das charakteristische violette Hymenium von Peziza violacea schränkt die Zahl der Möglichkeiten stark ein.
Taxonomie und Etymologie
Dieser Becherpilz wurde 1801 von Christiaan Hendrik Persoon wissenschaftlich beschrieben, der ihn Peziza violacea nannte - der Name, unter dem er heute noch allgemein bekannt ist.
Synonyme von Peziza violacea sind Aleuria violacea (Pers.) Gillet, und Humaria violacea (Pers.) Sacc.
Peziza, der Gattungsname, könnte von einer lateinischen Wurzel stammen, die sich auf einen Fuß bezieht - die meisten Pilze dieser Gruppe sind sessil (fußlos oder stiellos). Das spezifische Epitheton violacea bezieht sich auf die violette Farbe der fruchtbaren Oberfläche dieses Becherpilzes.
Quellen:
Foto 1 - Autor: T (Namensnennung-ShareAlike 2.0 Allgemein)

