Exidia nucleata
Was Sie wissen sollten
Exidia nucleata ist ein durchscheinend-weißer Gallertpilz, dessen Hauptmerkmal das Vorhandensein von weißlichen Knötchen in der Umgebung ist. Sie können in ausgedehnten Flecken auftreten, die sich verschlingen und eine hirnähnliche Form haben.
Eine in Europa und Nordamerika weit verbreitete, holzzerstörende Art, die typischerweise auf abgestorbenen, angehängten oder abgefallenen Ästen von Laubbäumen wächst.
Andere Namen: Kristallhirnpilz, körnige Geleerolle.
Pilz-Identifikation
Sporocarps
Der Fruchtkörper ist stiellos, anfangs subglobös, später verschlungen bis zerebriförmig, oft zu blattartigen Massen von bis zu 20 cm Länge, 5 cm Breite und 0.8 cm hoch; Oberfläche kahl, durchscheinend-weiß, im Alter rosa-braun bis weinrot-braun, gelegentlich oliv-braun; Kontext gallertartig, wie der Hut gefärbt, bei alten Exemplaren zur Verflüssigung neigend, mit einer oder mehreren eingebetteten, aber nicht verankerten, cremefarbenen Knötchen; Geruch nicht ausgeprägt; Geschmack mild pilzartig.
Sporen
Sporen 9.0-12.0 x 4.0-5.5 µm, wurstförmig, glatt, dünnwandig, Inhalt körnig; Basidien kreuzförmig, vier Epibasidien bildend; Sporen weiß im Ansatz.
Lebensraum
Verstreut bis zu großen Gruppen verschmolzen, e.g. breite Reihen oder Blätter, meist auf schattigen Unterseiten von verrottenden Laubholzstämmen; Fruchtbildung während der Wintermonate nach Regenperioden; gelegentlich.
Ähnliche Arten
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In der Jugend weißlich, im Alter jedoch blass gelblich-braun, nicht weinrot-braun. Deutlicher, während Tremella encephala haben einen weißlichen Kern, der die Knötchen von Exidia nucleata nachahmt, er ist an der Basis verankert und nicht frei in der gallertartigen Umgebung. Zu den weiteren Unterschieden gehören die Wuchsform eines Nadelbaums und die Sporen, die eiförmig und nicht wurstförmig sind.
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Ein weiterer Laubholz bewohnender weißer Gallertpilz. Sie unterscheidet sich durch das Fehlen von knotigen Einschlüssen und deutlich größeren Sporen.
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Gewöhnlich gelb und mit einer hirnähnlichen Struktur, aber es gibt auch eine (seltene) weiße Form.
Taxonomie und Etymologie
Das Basionym dieser Art wurde 1822 von dem amerikanischen Mykologen Lewis David von Schweinitz (1780 - 1834) aufgestellt, der sie Tremella nucleata nannte. Sein weithin akzeptierter wissenschaftlicher Name Exidia nucleata geht auf eine Veröffentlichung eines anderen Amerikaners, Edward Angus Burt (1859 - 1939), aus dem Jahr 1921 zurück.
Einige Behörden, insbesondere in den USA, sind anderer Meinung und ordnen diesen Gallertpilz der Gattung Myxarium zu.
Exidia, der Gattungsname, bedeutet soviel wie "ausschwitzend" oder "färbend", und beide Bezeichnungen scheinen angemessen, denn diese Gallertpilze sehen wie Ausscheidungen aus, wenn sie feucht sind, und wie dunkle Flecken auf Holz, wenn sie austrocknen.
Das spezifische Epitheton nucleata stammt vom lateinischen Substantiv nucleatus, was soviel wie Nüsschen oder Kern bedeutet; es ist eine Anspielung auf die undurchsichtigen weißen knotigen Einschlüsse von Kalziumoxalat innerhalb der ansonsten durchscheinenden und oft weitgehend transparenten Fruchtkörper.
Synonyme
Tremella nucleata Schwein.
Naematelia nucleata (Schwein.) Fr.
Myxarium nucleatum (Schwein.) Wallr.
Tremella gemmata Lév.
Exidia gemmata (Lév.) Bourdot & Maire.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Michel Langeveld (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Michel Langeveld (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Shirley Zundell (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 4 - Autor: David Badke (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 5 - Autor: James Lindsey (CC BY-SA 2.5 Generisch)





