Cortinarius uliginosus
Was Sie wissen sollten
Cortinarius uliginosus ist ein ungenießbarer konischer bis konvexer orangefarbener Pilz. Er ist mit gelblichen radialen Fibrillen bedeckt, die vor allem in der Nähe des Randes auffallen. Kommt typischerweise in vielen Teilen Nord- und Mitteleuropas vor, aber selten in den Mittelmeerländern.
Dieser Pilz gehört zur Untergattung Dermocybe, zu der mehrere tödlich giftige Netzhüte gehören. Er sollte als "verdächtig" betrachtet werden und kann gefährliche Giftstoffe enthalten, daher sollte er nicht zum Verzehr gesammelt werden.
Andere Namen: Sumpfstegkappe.
Identifizierung des Pilzes
Kappe
Junge Hüte beginnen oft kegelförmig und werden dann doldenförmig-konvex 1.5 bis 5 cm im Durchmesser und oft mit einem gewellten Rand. Die Farbe des Hutes ist variabel, aber gewöhnlich bräunlich-orange, kupfer-orange oder gelegentlich ziegelrot, wobei der Rand etwas blasser ist als der zentrale Bereich; er ist mit gelblichen radialen Fibrillen bedeckt, die vor allem in der Nähe des Randes auffallen.
Stiel
Zylindrisch, 2.5-6,5cm hoch und 0.3-1cm im Durchmesser, gelegentlich mit leicht geschwollener Basis; Oberfläche längs fibrillös und wie der Hut gefärbt; Fleisch gelb mit rötlicher Tönung.
Lamellen
Die Lamellen sind eng aneinanderliegend; anfangs leuchtend zitronengelb, später safrangelb bis ockergelb oder gelbbraun gefärbt.
Sporen
Ellipsoidisch, mit fein aufgerauter Oberfläche, 8-11 x 5-6µm; inamyloid.
Sporen Druck
Rostig braun.
Geruch und Geschmack
Geruch beim Schneiden oder Zerdrücken nach Rettich. Es ist nicht ratsam, diesen möglicherweise giftigen Fliegenpilz zu probieren.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Ektomykorrhizisch, in feuchten Böden mit Laubhölzern, meist in Weiden- oder Erlenbruchwäldern. In Nordeuropa findet man diese Netzmütze am häufigsten bei Weiden an Seen, Flüssen, Mooren und Sümpfen.
Ähnliche Arten
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Hat eine blutrote Kappe, blutrote Lamellen und einen blutroten Stiel.
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Hat blutrote Lamellen, ähnelt aber ansonsten makroskopisch der Sumpfwebkappe.
Cortinarius salignus
Bildet Mykorrhiza mit Weiden, hat aber eine dunklere Farbe.
Cortinarius alnophilus
Bildet Mykorrhiza mit Erle und hat blassgelbe Platten.
Cortinarius holoxanthus
Lebt auf Nadelbaumnadeln.
Taxonomie und Etymologie
Dieser Pilz wurde 1860 von dem britischen Mykologen Miles Joseph Berkeley beschrieben, der ihm den wissenschaftlichen Doppelnamen Cortinarius uliginosus gab, unter dem er heute allgemein bekannt ist.
Der Gattungsname Cortinarius bezieht sich auf den partiellen Schleier oder Cortina (d.h. Vorhang), der die Lamellen bedeckt, wenn die Kappen unreif sind. Bei der Gattung Cortinarius bilden die meisten Arten einen Teilschleier in Form eines feinen Gewebes aus radialen Fasern, die den Stiel mit dem Rand des Hutes verbinden, und nicht eine feste Membran.
Das aus dem Lateinischen stammende spezifische Epitheton uliginosus bedeutet "von Sümpfen oder Mooren" und ist ein Hinweis auf das übliche Wuchsgebiet dieses Netzhutpilzes.
Cortinarius uliginosus Synonyme
Cortinarius queletii Bataille
Cortinarius concinnus P. Karst.
Dermocybe uliginosa (Berk.) M.M. Moser, Schweiz
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International, 3.0 Unportiert, 2.5 Generisch, 2.0 Generisch und 1.0 Generisch)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International, 3.0 Unportiert, 2.5 Allgemein, 2.0 Generisch und 1.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Generisch)
Foto 5 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Allgemein)





