Cortinarius anomalus
Was Sie wissen sollten
Cortinarius anomalus ist ein ungenießbarer Basidiomycetenpilz aus der Gattung Cortinarius. Sie produziert mittelgroße Fruchtkörper mit einer graubraunen, bis zu 5 cm breiten Kappe, grau-violetten Lamellen und einem weißlichen Stiel mit blassgelben Gürteln darunter. Der Pilz wächst einzeln oder in verstreuten Gruppen auf dem Boden in Laub- und Nadelwäldern. Man findet ihn in Laub-, Misch- und seltener in Nadelwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen im Spätsommer und Herbst in der gesamten gemäßigten Zone der nördlichen Hemisphäre.
Wie alle Pilze der Gattung Cortinarius sollte auch dieser Pilz nicht gegessen werden; er könnte leicht mit einigen Webkappen verwechselt werden, die Orellanin enthalten und als tödlich giftig bekannt sind.
Andere Namen: Variable Webkappe.
Pilz-Bestimmung
Ökologie
Mykorrhizapilz mit Laub- oder Nadelhölzern; wächst einzeln oder gesellig; Herbst; in Nordamerika weit verbreitet.
Kappe
2-6 cm; konvex, breit konvex, flach oder leicht glockenförmig; trocken; in der Jugend seidig, mit zunehmendem Alter glänzend; Farbe variabel, in der Jugend meist graulila bis lilabraun, von der Mitte nach außen hin brauner werdend.
Lamellen
Am Stiel angewachsen; dicht; anfangs lilagrau, später rostbraun; in der Jugend von einer weißlichen Kortina bedeckt.
Stem
3-8 cm lang; bis zu 2 cm dick; an der Basis gleich oder leicht angeschwollen; trocken; in der Nähe der Spitze lila, zumindest wenn er jung ist; wenn er jung ist, mit weißlichem bis gelblichem Schleiermaterial bedeckt, das sich in Bändern auflöst oder manchmal mit der Reife verschwindet; fest, hohl werdend.
Fleisch
Weißlich bis lila (besonders im Stängel).
Geruch
Süß und leicht unangenehm, oder nicht unterscheidbar.
Sporen Druck
rostbraun.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 7-9 x 6-7 µ; subglobös bis sehr breit ellipsoid; mäßig verrukös. Cheilo- und Pleurozystidien fehlend. Pileipellis a cutis.
Ähnliche Arten
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Ähnlich, hat aber eine strumpfförmige Struktur am Stiel.
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Jung silbrig-weiß bis grau-violett, hat einen dicken, weißen fibrillösen Schleier, einen dickeren Stiel und elliptische Sporen.
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Hat in der Jugend einen brauneren Hut mit stärker entwickelten Schleierresten, die ebenfalls brauner sind.
Cortinarius azureus
Ähnliche, aber einheitlich lilafarbene Art, die mit Buche assoziiert ist.
Taxonomie und Etymologie
Als der große schwedische Mykologe Elias Magnus Fries diesen Pilz 1818 wissenschaftlich beschrieb, gab er ihm den binomialen Namen Agaricus anomalus; das Basionym wurde 1838 beibehalten, als Fries diese Art in die neue Gattung Cortinarius überführte, und der wissenschaftliche Name, unter dem diese Art heute allgemein bekannt ist, wurde Cortinarius anomalus.
Synonyme von Cortinarius anomalus sind Agaricus anomalus Fr., Cortinarius anomalus var. anomalus (Fr.) Fr., Cortinarius azureus Fr., Cortinarius lepidopus Cooke, Dermocybe anomala (Fr.) Ricken, Dermocybe azurea (Fr.) Ricken, Cortinarius anomalus var. lepidopus (Cooke) J. E. Lange, Cortinarius azureovelatus P. D. Orton, Cortinarius epsomiensis P. D. Orton, und Cortinarius anomalus f. lepidopus (Cooke) Nespiak.
Der Gattungsname Cortinarius bezieht sich auf den partiellen Schleier oder Cortina (d.h. ein Vorhang), der die Lamellen unreifer Kappen bedeckt. In der Gattung Cortinarius bilden die meisten Arten einen Teilschleier in Form eines feinen Gewebes aus radialen Fasern, die den Stiel mit dem Rand der Kappe verbinden, und nicht als feste Membran.
Das spezifische Epitheton anomalus bedeutet 'paradox' und deutet an, dass das Aussehen dieses Pilzes sehr variabel ist, was eine sichere Identifizierung allein anhand makroskopischer Merkmale erschwert.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: James Lindsey (CC BY-SA 2.5 Gattungsname)
Foto 3 - Autor: Jimmie Veitch (jimmiev) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)



