Cortinarius alboviolaceus
Was Sie wissen sollten
Cortinarius alboviolaceus ist ein in Europa und Nordamerika beheimateter Basidiomycetenpilz der Gattung Cortinarius. Sie wird manchmal als essbar angesehen, aber nicht empfohlen, aber widersprüchliche Berichte weisen darauf hin, dass sie giftig sein kann. Es handelt sich um eine mittelgroße Art mit einem breit doldenförmigen, seidig-fibrillösen Hut, der zunächst silbrig-bläulich bis bläulich-weiß ist, dann gelbliche Töne annimmt und oft grau-weiß wird.
Die Identifizierung von Cortinarius alboviolaceus, einer charakteristischen Art, kann aufgrund der großen Variabilität innerhalb der Art einige Nerven kosten. Sie kann in Größe, Farbe, Schleierdicke, Viskosität und sogar in der Beschaffenheit des Hutes variieren. In Europa kommt er in Laubwäldern vor, aber im PNW ist er in unseren Nadelwäldern verbreitet. Oft gesellig oder verstreut. Kann verwechselt werden mit Cortinarius camphoratus die aber durch den starken Geruch nach verrottenden Kartoffeln und unterschiedliche Violett-Töne unterschieden werden kann.
Einige Cortinarius-Arten enthalten das Toxin Orellanin, das bei Verzehr die Nieren und die Leber des Menschen zerstört.
Andere Namen: Silbrig-violetter Cortinarius, Perlmutterkraut.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Mykorrhizapilz von Laubhölzern, insbesondere Birke; wächst einzeln oder in Gruppen; Sommer und Herbst; in Nordamerika weit verbreitet.
Hut
3-7 cm; konvex bis glockenförmig, breit glockenförmig oder flach werdend, mit breiter zentraler Beule; trocken; seidig; anfangs blassviolett, aber mit weißlichem Schleiermaterial bedeckt, silbrig oder weißlich-lila werdend.
Lamellen
am Stiel befestigt; dicht; zunächst blassviolett, dann zimt- bis rostbraun; in der Jugend von einer weißen Kortina bedeckt.
Stängel
5-9 cm lang; bis zu etwa 1 cm dick an der Spitze; gewöhnlich an der Basis geschwollen oder keulenförmig; trocken; seidig; blasslila, besonders in der Nähe der Spitze; mit weißlichen bis silbrigen Fasern, die reife Sporen einschließen und dadurch rostige Farben entwickeln können; basal "gestiefelt" oder mit weißem Schleiermaterial umhüllt.
Fruchtfleisch
Weißlich oder blass lilafarben.
Geruch
Nicht unterscheidbar oder sehr schwach radieschenartig.
Sporenabdruck
Rostbraun.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 7.5-9. 5 x 5-6 µ; ellipsenförmig; sehr leicht aufgeraut (fast glatt erscheinend). Pleuro- und Cheilocystidien fehlen. Pileipellis a cutis.
Ähnliche Arten
Cortinarius malachius hat einen leicht schuppigen Hut. Er ist mit Koniferen vergesellschaftet, ebenso wie Cortinarius camphoratus und Cortinarius traganus, die für ihren penetranten Geruch bekannt sind; ersterer erinnert an halb verfaulte Kartoffeln, letzterer süß und klebrig.
Taxonomie und Etymologie
Als Christiaan Hendrik Persoon im Jahr 1801 diese Webkapsel beschrieb, gab er ihr den Namen Agaricus alboviolaceus. Es war der große schwedische Mykologe Elias Magnus Fries, der diese Art 1838 in die Gattung Cortinarius einordnete, woraufhin sie ihren heute anerkannten wissenschaftlichen Namen Cortinarius alboviolaceus erhielt.
Agaricus alboviolaceus Pers., ist somit ein Synonym von Cortinarius alboviolaceus.
Der Gattungsname Cortinarius bezieht sich auf den partiellen Schleier oder Cortina (d.h. ein Vorhang), der die Lamellen bedeckt, wenn die Kappen unreif sind. Bei der Gattung Cortinarius bilden die meisten Arten einen Teilschleier in Form eines feinen Netzes aus radialen Fasern, das den Stiel mit dem Rand der Kappe verbindet, und nicht als feste Membran.
Das spezifische Epitheton alboviolaceus kommt von der Vorsilbe albo-, was weiß bedeutet, und violaceus, was darauf hinweist, dass die Art violett gefärbt oder gerötet ist.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 4 - Autor: Ron Pastorino (Ronpast) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)




