Suillus viscidus
Was Sie wissen sollten
Suillus viscidus (syn. Suillus laricinus und S. aeruginascens) ist ein essbarer, seltener Pilz aus der Gattung Suillus. Er ist mit Lärchenholz vergesellschaftet und kommt in ganz Europa und in Japan vor.
Dieser Pilz hat einen zähflüssigen bis schleimigen, grauen bis olivbraunen oder dunkleren Hut, dessen Rand manchmal mit Schleiergewebestücken verziert ist.
Die Röhren und Poren sind weißlich bis grau, nicht gelb wie bei den meisten Suillus, und färben sich blau, wenn sie gequetscht werden. Der Stiel ist oberhalb des leichten Ringes oder der Ringzone weißlich. Der untere Stiel ist zähflüssig und hat eine ähnliche Farbe wie der Hut. Das Fruchtfleisch ist weiß bis gelblich und färbt sich blau, wenn es gequetscht oder geschnitten wird.
Interessant ist, dass S. viscidus färbt Wachspapier oder weißes Büropapier blau. Suchen Sie im Spätsommer und Herbst. Er wurde manchmal in die Gattung Fuscoboletinus gestellt.
Andere Namen: Klebriger Steinpilz, Grauer Lärchensteinpilz.
Identifizierung des Pilzes
Kappe
In der Jugend halbkugelförmig, dann breit konvex oder fast flach, 6 bis 10 cm im Durchmesser; in der Jugend weiß, vergilbend und später ockergrau nachdunkelnd; mit einer dicken Schicht aus zähflüssigem, klebrigem, durchscheinendem Schleim bedeckt, der auch bei sehr trockenem Wetter klebrig bleibt.
Röhren und Poren
Unter der Kappe bedeckt ein weißer Schleier die jungen Poren dieses Steinpilzes, der aufbricht und einen dünnen Stielring hinterlässt, der bald gegen den Stiel kollabiert und durch herabfallende Sporen lehmbraun verfärbt wird. Die cremefarbenen bis blassgrauen Röhren sind am Stiel angewachsen oder leicht herablaufend; sie enden in ovalen Poren, die mit den Röhren eine Einheit bilden.
Stem
Zylindrisch oder leicht keulenförmig, 1 bis 2 cm im Durchmesser und 5 bis 10 cm hoch, der Stiel ist oberhalb der Ringzone weißlich und unterhalb deutlich dunkler, oft mit einem olivfarbenen Schimmer.
Sporen
Ellipsoidisch bis subfusiform, glatt, 8-14 x 4-5μm.
Sporenabdruck
Lehm braun.
Geruch und Geschmack
Geruch nicht ausgeprägt; Geschmack leicht säuerlich.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Mykorrhizapilz; unter Lärchenbäumen, gewöhnlich auf kalkhaltigen oder sandigen Böden.
Jahreszeit
August bis Oktober.
Ähnliche Arten
Suillus grevillei hat eine leuchtend gelb-orangefarbene Kappe und eckige Poren; er kommt auch unter Lärchen vor.
Taxonomie und Etymologie
Als Carl Linnaeus im Jahr 1753 diesen Steinpilz beschrieb, nannte er ihn Boletus viscidus. Der heute akzeptierte wissenschaftliche Name des Klebrigen Steinpilzes, Suillus viscidus, stammt aus einer Veröffentlichung des französischen Mykologen Henri François Anne de Roussel (1748 - 1812) aus dem Jahr 1796.
Synonyme von Suillus viscidus sind Boletus viscidus L., Steinpilz aeruginascens Secr., Steinpilz laricinus Berk., Ixocomus viscidus (L.) Quél., Suillus laricinus (Berk.) Kuntze, Suillus aeruginascens Secr. ex Snell, und Fuscoboletinus aeruginascens (Secr. ex Snell) Pomerl. & A.H. Sm.
Das spezifische Epitheton viscidus bedeutet natürlich zähflüssig, während der Gattungsname Suillus vom lateinischen Substantiv sus stammt, das Schwein bedeutet. Suillus bedeutet also "von Schweinen" (swine) und bezieht sich auf die fettige Beschaffenheit der Hüte aller Pilze dieser Gattung.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Dezidor (CC BY-SA 2.5 Allgemein)
Foto 2 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 4 - Autor: Suillus_viscidus.jpg: Dezidorderivative Arbeit: Ak ccm (talk) (CC BY-SA 2.5 Allgemein)
Foto 5 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)





