Crucibulum laeve
Was Sie wissen sollten
Crucibuum laevae zeichnet sich durch einen buff-braunen, dünnwandigen, aufgeweiteten Becher mit glatter Innenseite und blassen bis weißen Eiern aus, die über einen dünnen Faden mit dem Becher verbunden sind.
Dieser Pilz ist eine von mehreren Arten von Vogelnestpilzen und gehört zu den häufigsten. Das soll nicht heißen, dass alle Vogelnestpilze leicht zu finden sind, denn sie sind so winzig und werden leicht übersehen. Dieser bemerkenswerte Pilz wächst auf verrottendem Holz (in der Regel kleine Zweige) und abgestorbenen Stämmen anderer Pflanzen.
Der Faden, der in der Mykologie "funiculus" genannt wird, ist der Mechanismus des Eies, um sich an Stöcken, Blättern und anderen Pflanzenteilen festzuhalten. Wenn ein Regentropfen in das Nest fällt, werden die Eier aus der Schale herausgeschleudert. Dabei wird der Faden bis an seine Grenzen gedehnt - dann reißt er vom Nest ab und bleibt am Ei hängen. Wo die Schnur am Nest befestigt war, ist sie ausgefranst, da sie abgerissen wurde. Die kleinen ausgefransten Enden sind klebrig, und wenn sie z. B. mit einem Blatt in Berührung kommen, heften sie sich an. Dadurch wird der Flug des Eies gestoppt, das daraufhin zurückschwingt und sich ebenfalls an das Blatt heftet.
Andere Namen: Vogelnest-Pilz.
Pilz Identifizierung
Sporokarp
Fruchtkörper becherförmig, sitzend, zäh, ausdauernd, 3-7 mm hoch, 3-6 mm breit, kugelförmig, zylindrisch werdend, an der Basis verschmälert, an der Mündung aufgeweitet, letztere mit einem ockerfarbenen, samtigen, flüchtigen Deckel (Epiphragma) bedeckt; Außenfläche aufgeraut bis fein faltig, buff-braun, Innenfläche glatt, blassgrau bis hellbraun; Peridiolen (Eier) 1-2 mm breit, abgeflacht, weiß bis blass, mit dem Becher durch einen dünnen Faden (Funiculus) verbunden.
Sporen
Sporen 7.5-10 x 4-6 µm, elliptisch, glatt, nichtamyloid.
Lebensraum
Verstreut bis gehäuft auf Boden und Holzresten, e.g. Stöcke, verrottendes Sperrholz, etc.
Ähnliche Arten
Die Cyathus olla, der größer ist.
Taxonomie und Etymologie
Dieser Gasteromycetenpilz wurde 1778 von dem britischen Mykologen William Hudson (1730 - 1793) beschrieben, der ihm den binominalen wissenschaftlichen Namen Peziza laevis gab.
Es war der amerikanische Mykologe P. E. Kambly, der diese Art 1936 in die Gattung Crucibulum überführte, woraufhin sie ihren heute akzeptierten wissenschaftlichen Namen Crucibulum laeve erhielt.
Synonyme von Crucibulum laeve sind Peziza crucibuliformis Schaeff., Peziza laevis Huds., Peziza lentifera Huds., Cyathus crucibuliformis (Schaeff.) Hoffm., Nidularia laevis (Huds.) Huds., Cyathus scutellaris Roth, Cyathus crucibulum Pers., Nidularia crucibulum Fr., und Crucibulum vulgare Tul. & C. Tul.
Der Gattungsname Crucibulum bedeutet tiegelförmig, während das spezifische Epitheton laeve glatt bedeutet - ein Hinweis auf die glatten Innenflächen der "Nester".
Quellen:
Foto 1 - Autor: Gilles San Martin (CC BY-SA 2.0 Allgemein)
Foto 2 - Autor: Alexis (CC BY 4.0 international)
Foto 3 - Autor: Richard Jacob (CC BY 4.0 International)
Foto 4 - Autor: Christian Grenier (Public Domain)




