Rhodonia placenta
Was Sie wissen sollten
Rhodonia placenta ist ein seltener Polyp, der auf verrottenden Stümpfen und abgefallenen Ästen von Nadelbäumen vorkommt, wo sich einzelne Fruchtkörper ausdehnen und oft zu großen unregelmäßigen Flecken verschmelzen. Die rosafarbene oder orangefarbene Fruchtoberfläche ist besonders auffällig, obwohl die Form der Fruchtkörper, insbesondere die Form der Poren, sehr variabel ist.
Diese Art der Fäulnis unterscheidet sich deutlich von Weißfäulepilzen wie Phanerochaete chrysosporiu m, die gleichzeitig Lignin und Zellulose abbauen. Sowohl Weiß- als auch Braunfäulepilze sind häufige Bewohner von Waldstreu, wo sie eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf spielen.
Andere Namen: Rosa Pfannkuchenkruste.
Identifizierung von Pilzen
Fruchtkörper
Einjährig, ausgebreitet, dick, mit dem Substrat verwachsen, unregelmäßig geformt, zu Gebilden von bis zu 40 cm Länge und 8-12 cm Breite verschmolzen, weich, wässrig, in frischem Zustand saftig, in getrocknetem Zustand hart. Der Rand ist schmal, bis zu 1 mm breit, steril, gewellt, ausgefranst und klar abgegrenzt; mit zunehmendem Alter löst er sich oft vom Substrat ab oder verschwindet gänzlich. Die Streu ist sehr dünn, weißlich oder rosafarben, in jungen Jahren gallertartig, wachsartig, dicht, hart und in trockenem Zustand brüchig. Der Geruch ist schwach, säuerlich-süßlich.
Hymenophor
Das Hymenophor ist röhrenförmig. Die Oberfläche des Hymenophoren ist weißlich mit einer rosa-orangen Tönung, leuchtend lachsrosa und cremeweiß, wenn sie trocknet, verblasst sie zu schmutzigem Weiß, gräulich und bräunlich. Röhren sind einlagig, wachsartig, 0.5-2 mm lang und oft abgeschrägt. Poren sind rund oder eckig-rund, manchmal länglich, oft mit eingerissenen Rändern, 3-4 pro 1 mm dick.
Lebensraum
Wächst in Nadel- und Mischwäldern, auf verrottenden, umgestürzten Stämmen und Stümpfen von Nadelbäumen, hauptsächlich Fichte und Kiefer, selten. Verursacht braune, zerstörerische Holzfäule.
Ähnliche Arten
Postia subcaesia und Postia alni
Beide sind eher mit Laubbäumen als mit Nadelbäumen assoziiert, haben blasse, klammerartige Fruchtkörper mit bläulicher Färbung.
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Wächst auf Nadelholz, hat eine blaue Färbung und bildet Klammern.
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wächst gewöhnlich auf Nadelholz; er ist weiß und bildet Klammern.
Taxonomie und Etymologie
Obwohl er bereits 1801 von Christiaan Hendrik Persoon als Boletus incarnatus wissenschaftlich beschrieben wurde, verdankt dieser schöne Polypus sein Basionym (erster gültiger spezifischer Name) einer Veröffentlichung des großen schwedischen Mykologen Elias Magnus Fries aus dem Jahr 1862. Der gegenwärtig akzeptierte wissenschaftliche Name Postia placenta geht auf eine 1986 in der Zeitschrift Mycotaxon erschienene Arbeit der amerikanischen Mykologen Michael J Larsen (1938 - 2000) und F. F. Lombard zurück (biografische Angaben liegen noch nicht vor).
Postia, der Gattungsname, wurde von Elias Magnus Fries zu Ehren des schwedischen Naturforschers Hampus von Post (1822 - 1911) eingeführt. Das spezifische Epitheton placenta bedeutet flach oder plattenförmig.
Synonyme
Polyporus placentus Fr., 1861
Polyporus placenta Fr., 1861
Physisporus placenta (Fr.) P. Karst., 1882
Poria placenta (Fr.) Cooke, 1886
Leptoporus placentus (Fr.) Pat., 1900
Leptoporus placenta (Fr.) Pat., 1900
Ceriporiopsis placenta (Fr.) Domanski, 1963
Tyromy placenta (Fr.) Ryvarden, 1973
Oligoporus placentus (Fr.) Gilb. & Ryvarden, 1985
Oligoporus placenta (Fr.) Gilb. & Ryvarden, 1985
Postia placenta (Fr.) M.J. Larsen & Lombard, 1986
Ceriporiopsis placenta (Fr.) Domanski ex Niemelä, 2005
Bjerkandera roseomaculata P. Karst., 1891
Physisporus albolilacinus P. Karst., 1892
Poria monticola Murrill, 1920
Poria carnicolor D.V. Baxter, 1941
Poria microspora Overh., 1943
Quellen:
Foto 1 - Autor: Olli Manninen (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 allgemein)
Foto 3 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 allgemein)



