Hygrocybe quieta
Was Sie wissen sollten
Hygrocybe quieta ist eine Lamellenpilzart aus der Familie der Hygrophoraceae. Diese orange-gelbe Wachskappe kommt hauptsächlich im Grasland vor, ist aber auch gelegentlich in Waldlichtungen zu finden. Er scheint keine besondere Affinität zu einem bestimmten Bodentyp zu haben, da der Ölige Wachskopf sowohl auf sauren als auch auf basischen Böden recht häufig vorkommt. Er ist in ganz Europa verbreitet, wo er typischerweise in altem, unverbessertem, kurzrasigem Grasland (Weiden und Rasen) wächst. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass Wachskappen weder mykorrhizisch noch saprotrophisch sind, sondern mit Moosen vergesellschaftet sein können.
Die Art ist in Europa verbreitet und kommt typischerweise im Grasland vor, wo sie im Herbst Basidiocarpen (Fruchtkörper) bildet. In mehreren Ländern, H. quieta ist eine gefährdete Art, die auf den nationalen Roten Listen der bedrohten Pilze aufgeführt ist.
Hygrocybe quieta ist ein ungenießbarer, aber nicht giftiger.
Andere Namen: Ölige Wachshaube.
Pilz Identifikation
Kappe
Trockener als die meisten Wachskappen, die Kappe ist gelb oder gelb-orange und wird typischerweise 4 bis 6 cm im Durchmesser groß. Die Kappen der Öligen Wachskappe sind stets konvex und nicht konisch; bei trockenem Wetter neigen sie dazu, sich abzuflachen und werden oft konkav (mit umgedrehten Kanten).
Lamellen
Die breiten Lamellen sind weit auseinanderliegend, blasser als der Hut und tief eingekerbt; sie sind breit am Stiel angewachsen.
Stängel
Farbe wie die Kappe oder etwas blasser, ohne Ring, der flache Stiel hat einen Durchmesser von 5 bis 10 mm und ist zwischen 2 und 7 cm hoch.
Sporen
Ellipsoid bis länglich mit einer zentralen Einschnürung, glatt, 7.5-9.0 x 3.5-5 μm; einsamig.
Sporenabdruck
Weiß.
Lamellen-Trama
Unregelmäßig, mit Hyphenelementen, etwas aufgeblasen, meist 10 bis 15μm im Durchmesser x 25 bis 150μm lang.
Pileipellis
Eine Kutis mit einigen aufrechten, endständigen Hyphen, meist 4 bis 8μm im Durchmesser.
Geruch und Geschmack
Diese Wachskappe hat einen leicht seifigen oder öligen Geruch, der (von denjenigen, die an solchen Dingen schnüffeln) an Bettwanzen oder Schildwanzen erinnert. Wenn man ein Stück Lamellenmaterial zwischen den Fingern zerdrückt, kann man den Geruch besser wahrnehmen.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Dicht gemähtes oder gemähtes saures Grasland, auf dem keine Kunstdünger ausgebracht werden. Wachskappen wurden lange Zeit als saprobiell auf den abgestorbenen Wurzeln von Gräsern und anderen Grünlandpflanzen angesehen, doch gilt es heute als wahrscheinlich, dass eine Art gegenseitige Beziehung zwischen Wachskappen und Moosen besteht.
Ähnliche Arten
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Kleiner, meist dunkler und mit abstehenden Lamellen.
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Sehr ähnlich, aber in der Regel orangefarbener und mit einem faserigen, nicht fettenden Hut, der nicht seifig riecht, wenn er zerdrückt wird.
Taxonomie und Etymologie
Als der französische Mykologe Robert Kühner (1903 - 1996) diesen recht häufigen Wiesenpilz 1947 beschrieb, gab er ihm den Namen Hygrophorus quietus. Vier Jahre später übertrug der deutschstämmige Mykologe Rolf Singer (1906 - 1994) die Ölige Wachskappe in die Gattung Hygrocybe, deren wissenschaftlicher Name seither Hygrocybe quieta lautet.
Die Gattung Hygrocybe ist so benannt, weil die Pilze dieser Gruppe immer sehr feucht sind. Hygrocybe bedeutet 'wässriger Kopf'.
Das lateinische Epitheton quieta ist wahrscheinlich eine Anspielung auf die unauffällige (ruhige, unauffällige) Färbung dieser optisch unscheinbaren Wachsmütze. Das gleiche spezifische Epitheton wird für einen der eher stumpfen, braunen Milchhüte verwendet.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Dr. Hans-Günter Wagner (CC BY-SA 2.0 Allgemein)
Foto 2 - Autor: Lukas aus London, England (CC BY-SA 2.0 Generisch)
Foto 3 - Autor: gailhampshire (CC BY 2.0 Generisch)



