Pluteus leoninus
Was Sie wissen sollten
Pluteus leoninus ist an einem samtigen, gelblich-braunen Hut, freien, rosafarbenen Lamellen und einem blassen Stiel zu erkennen. Fruchtet sporadisch, in manchen Jahren selten, kann aber in warmen, feuchten Jahren recht häufig sein. Gelegentlich auf Totholz in Europa und Nordafrika zu finden. Die Unterseite des Deckels ist typisch für die Gattung Pluteus - die Lamellen sind blass und werden bald rosa, wenn die Sporen reifen. Die Oberseite ist jedoch hell gelbbraun oder olivfarben. Der Artname leoninus (bedeutet leonin) bezieht sich auf diese Hutfarbe.
Neuere molekulare Daten zeigen, dass Pluteus flavofuligeneus kon-spezifisch mit P. leoninus, ein älterer europäischer Name.
Andere Namen: Löwen-Schild.
Pilz Identifikation
Ökologie
Saprobiell, wächst allein oder verstreut auf verrottenden Hartholzstämmen und Schutt oder wächst terrestrisch; verursacht eine Weißfäule; Spätfrühling, Frühsommer und Herbst östlich der Rocky Mountains, überwintert an der Westküste; in Nordamerika weit verbreitet.
Kappe
3-5 cm; anfangs konvex oder glockenförmig, dann breit konvex oder fast flach, aber oft mit einem breiten Mittelhöcker; fein samtig bis seidig, besonders in der Mitte; goldgelb bis stumpf oder bräunlich gelb, mit bräunlicher Mitte; der Rand ist nicht gesäumt.
Lamellen
Frei vom Stiel oder fast frei; dicht oder gedrängt; kurze Lamellen häufig; zunächst weißlich, dann rosa werdend.
Stängel
5-9 cm lang; bis zu 0.5 cm dick; sich zum Apex hin leicht verjüngend; kahl oder fein seidig; weißlich bis gelblich oder bräunlich; hohl werdend; Basalmyzel weiß.
Fruchtfleisch
dünn; weiß; beim Aufschneiden unveränderlich.
Chemische Reaktionen
KOH negativ auf der Hutoberfläche.
Sporenabdruck
Rosa.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 5.5-7 x 5-6 µ; subglobös bis breit ellipsoid; glatt; ockerfarben in KOH; inamyloid. Pleurozystidien breit lagenförmig, subtriform oder subsaccat; dünnwandig; gelegentlich mit einem oder zwei kleinen Haken; hyalin in KOH; zerstreut; bis 100 x 28 µ. Cheilocystidien fusiform oder schmal lagenförmig; dünnwandig; hyalin in KOH; oft reichlich vorhanden; bis 65 x 12 µ. Pileipellis a cutis. Klammerverbindungen fehlend.
Ähnliche Arten
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Gewöhnlich größer und mit glatter brauner oder rehbrauner Kappe.
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Hat eine leuchtend gelbe Kappe, ist aber in der Regel viel kleiner als Pluteus leoninus und hat keinen dunkleren Mittelbereich. Und sein nicht-samtiger Hut, ohne Brauntöne.
Taxonomie und Etymologie
Dieser Waldpilz wurde 1762 von dem deutschen Naturforscher Jacob Christian Schaeffer beschrieben, der ihm den binomischen wissenschaftlichen Namen Agaricus leoninus gab. Es war ein anderer deutscher Mykologe, Paul Kummer, der 1871 diese Art in ihre heutige Gattung überführte und sie in Pluteus leoninus umbenannte, was bis heute der wissenschaftliche Name ist, mit dem Mykologen den Löwenschild bezeichnen.
Synonyme von Pluteus leoninus sind Agaricus leoninus (Schaeff.), Agaricus sororiatus P. Karst., und Pluteus sororiatus (P. Karst.) P. Karst.
Pluteus, der Gattungsname, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Schutzzaun oder -schirm - ein Schild zum Beispiel. Das spezifische Epitheton leoninus bedeutet einfach "wie ein Löwe", ein Hinweis auf die Farbe und nicht auf andere Merkmale dieses seltenen Waldpilzes!
Quellen:
Foto 1 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 2.5 Gattungen, 2.0 Generisch und 1.0 Allgemein)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Caspar S (CC BY 2.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Tatiana Bulyonkova aus Novosibirsk, Russland (CC BY-SA 2.0 Generisch)




