Sutorius junquilleus
Was Sie wissen sollten
Sutorius junquilleus ist eine Steinpilzart aus der Familie der Röhrlinge (Boletaceae). Man findet ihn in Europa, Mittelamerika, Nordamerika und Indien, wo er in Laub- und Mischwäldern wächst. Anfänglich einheitlich gelb gefärbt, weisen alle Außenflächen des Fruchtkörpers im Laufe der Reifung verschiedene Verfärbungen auf.
Das Fruchtfleisch des Hutes kann grünlich gefärbt sein. Der gelbe Stiel ist blau gequetscht & löst sich dann braun auf. Der Stiel hat normalerweise keine Netze. Das Fruchtfleisch der Kappe kann leicht säuerlich oder adstringierend schmecken. Mag Eiche & Kiefer.
Der deutsche Mykologe Franz Joseph Kallenbach beschrieb diesen Pilz 1923 anhand von Sammlungen in Deutschland erstmals wissenschaftlich. Ein Jahr später veröffentlichte Kallenbach eine ausführlichere Beschreibung.
Einige Autoren haben in der Vergangenheit Sutorius junquilleus - eine Art, die 1897 von Lucien Quelet beschrieben wurde - als Synonym betrachtet, darunter Gilbert und Leclair 1942 und Rolf Singer 1947. Reid vermutet, dass die Unterschiede nur auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen sind, wobei die rote Farbe bei niedrigeren Temperaturen auftritt. Sie wurde 2015 in die Gattung Neoboletus überführt.
Synonyme: Steinpilz Junquilleus, Neoboletus Pseudosulphureus, Steinpilz Pseudosulphureus.
Identifizierung von Pilzen
Kappe
Bis 15 cm, halbkugelförmig, dann konvex, flach-konvex oder fast flach, anfangs trocken, samtig, später glatt, zitronen- bis hellgelb, gelblich ockerfarben, in jungen Fruchtkörpern mehr oder weniger einheitlich gefärbt, später bräunlich gefleckt, bei Quetschung stark bläulich, dann schwarz werdend.
Stängel
Stiel kuppelförmig, deckungsgleich mit dem Hut, bedeckt mit verstreuten gelben bis bräunlichen Körnchen, die sich an der Oberfläche bläulich verfärben und dann bei Beschädigung schwarz werden.
Fruchtfleisch
Fruchtfleisch zitronengelb, manchmal mit dunkelroten Flecken an der Stielbasis, an der Luft bläulich. Röhren zitronengelb bis gelb mit olivgrüner Tönung, an der Luft bläulich.
Poren
Poren gleichfarbig mit den Röhren, bläulich verfärbt, wenn sie gequetscht werden.
Geruch & Geschmack
Geruch nicht ausgeprägt. Geschmack leicht sauer.
Sporen
12-16.5 × 4.5-6 μm, Verhältnis 2.2-2.7.
Pileipellis (die Kutikula)
Ein Trichodermium aus verflochtenen septierten Hyphen aus zylindrischen, nicht verkrusteten Zellen.
Chemische Reaktionen
Hyphen des Stielansatzes inamyloid.
Lebensraum
Laubwälder, Mykorrhiza mit Eiche (Quercus) oder Buche (Fagus).
Ähnliche Arten
Vergleiche mit Boletus luridiformis var. discolor, die ähnlich gefärbte Fruchtkörper hat, aber orangefarbene Poren aufweist.
