Postia fragilis
Was Sie wissen sollten
Postia fragilis ist ein recht unauffälliger Polypus: klein, weißlich, in der Jugend weich, auf der Oberseite verfilzt und einjährig fruchtend. Ihr auffälligstes Merkmal, die Rotbraunfärbung, wird von drei anderen Polypen, Parmastomyces transmutans, Amylocystis lapponica und Leptoporus mollis, nachgeahmt. Diese Arten lassen sich im Freiland dadurch unterscheiden, dass sie dazu neigen, sich direkt rotbraun zu färben und nicht durch ein gelbbraunes Zwischenstadium. Unter dem Mikroskop unterscheidet sich Parmastomyces transmutans durch dextrinoide Sporen, Amylocystis lapponica durch amyloide Zystidien und Leptoporus mollis durch das Fehlen von geklammerten, septierten, generativen Hyphen.
Pilz Identifizierung
Fruchtkörper
Einjährig, auslaufend-reflexiv, sitzend, länglich fächerförmig, 3.0-7.0 cm lang, 2.0-3.0 cm breit, 0.5-1.0 cm dick; Rand gewellt, manchmal die Röhrenschicht überlappend; Oberseite weiß, filzig, im Alter verfilzt, azoniert, bei Quetschung oder Verwitterung gelbbraun bis weinrotbraun, schließlich dunkel rostbraun; Kontext jung weich, weiß, elastisch, bis 0.5 cm dick, oberseits verfärbend, im Alter starr, bräunlich; Geruch leicht stechend; Geschmack etwas bitter.
Hymenophor
Poren 3-4 pro mm, weißlich, rund bis eckig, Quetschungen weinrotbraun bis rötlichbraun, Dissepimente dünn, mit zunehmendem Alter eingerissen bis gezähnt; Röhren 4.0-5.0 mm lang, weißlich, wie die Poren gequetscht.
Sporen
4.0-5.0 x 1.0-1.5 µm, in der Vorderansicht zylindrisch, in der Seitenansicht wurstförmig, glatt, dünnwandig, mit auffälligen körnigen Einschlüssen, Hilusanhängsel nicht erkennbar, inamyloid, nicht dextrinoid.
Sporen Druck
Weiß.
Lebensraum
Einzeln oder in kleinen Gruppen, ineinander verschachtelt oder in horizontalen Reihen auf Nadelbaumstämmen und -ästen; Fruchtbildung von Mitte bis Ende des Winters.
Synonyme
Spongipellis fragilis (Fr.) Murrill
Polyporus fragilis Fr., 1828
Bjerkandera fragilis (Fr.) P. Karst., 1881
Leptoporus fragilis (Fr.) Quél., 1888
Polystictus fragilis (Fr.) Bigeard & H. Guill., 1913
Leptoporus trabeus subsp. fragilis (Fr.) Bourdot & Galzin, 1925
Tyromyces fragilis (Fr.) Donk, 1933
Spongiporus fragilis (Fr.) A. David, 1980
Oligoporus fragilis (Fr.) Gilb. & Ryvarden, 1985
Polyporus weinmannii Fr., 1838
Polyporus keithii Berk. & Broome, 1875
Polyporus vermiculus Veull., 1883
Spongipellis sensibilis Murrill, 1912
Polyporus kavinae Velen., 1922
Polyporus cavinae Velen., 1922
Polyporus orbicularis Velen., 1922
Daedalea sistotremoides Velen., 1926
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 international)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Erlon (Herbert Baker) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: James Lindsey (CC BY-SA 2.5 Generisch)




