Hygrocybe glutinipes
Was Sie wissen sollten
Hygrocybe glutinipes ist ein leuchtendes Wachsmützchen, das häufig im späten Frühjahr in den Eichen-Hickory-Wäldern von Zentral-Illinois auftritt, meist in Moosbeeten, gelegentlich aber auch auf nacktem Boden. Sie ist leuchtend orange und schleimig von Kopf bis Fuß. Die Kleckse aus dickem, klebrigem Schleim bleiben bei nassem Wetter an den Stängeln hängen, und die Kappen sind selbst bei alten Exemplaren dauerhaft schleimig oder klebrig.
Ein weiteres faszinierendes Merkmal von Hygrocybe glutinipes ist, dass es zwei sehr unterschiedliche Farbvarianten gibt, von denen die häufigere orange ist und die viel seltenere ein auffallend leuchtendes Rot aufweist.
Eine rote Variante der Art, H. glutinipes var. ruber, ist auch in Europa verbreitet - und wurde von der Hygrocybe-Expertin Jean Lodge in North Carolina nachgewiesen.
Dank an Ron Petersen und das Pilzherbarium der University of Tennessee für die Erleichterung des Studiums von Sammlungsunterlagen und Fotos von Hygrocybe glutinipes var. rubra.
Andere Namen: Klebrige Wachshaube.
Pilz Identifizierung
Ökologie
Genaue ökologische Rolle ungewiss; erscheint in Wäldern, oft auf moosbewachsenen Bergkuppen; wächst zerstreut oder gesellig; Frühjahr; Verbreitung in Nordamerika ungewiss.
Kappe
5-30 mm im Durchmesser; konvex, glockenförmig oder fast halbkugelförmig, in breit konvex, breit glockenförmig oder fast flach übergehend; schleimig; kahl; leuchtend orange bis leuchtend rötlich-orange, zu blasserem Orange verblassend; der Rand manchmal schwach gesäumt.
Lamellen
Eng bis breit am Stamm anliegend; dicht oder fast entfernt; orange oder blass pastellorange; Kurzkiemen häufig.
Stängel
20-40 mm lang; 2-6 mm dick; gleichmäßig; schleimig; kahl; gefärbt wie die Kappe, oder blasser.
Fruchtfleisch
Farbig wie der Hut oder blasser; dünn.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Chemische Reaktionen
KOH auf der Kappe löscht orangefarbenes Pigment.
Sporen Druck
Weiß.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 6-9 x 3.5-5 µ; glatt; ellipsoid; hyalin und uniguttulär in KOH; inamyloid. Basidien bis 45 µ lang; 4-sterigmatig. Hymeniale Zystidien fehlend. Lamellengewebe parallel. Pileipellis ein Ixotrichoderm aus 2-4 µ breiten Elementen.
Ähnliche Arten
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Unterscheidet sich durch seine gräulichen Lamellen.
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Ebenfalls gelb-orange, aber leicht zu unterscheiden durch den honigartigen Geruch des zerkleinerten Stielansatzes.
Taxonomie und Etymologie
Die 1940 vom dänischen Mykologen Jakob Emanuel Lange (1864 - 1941) beschriebene Klebrige Wachsmütze erhielt zunächst den wissenschaftlichen Namen
1956, schwedischer Mykologe R. Haller Aar. hat diesen Pilz in den Rang einer Art erhoben und ihn in Hygrocybe glutinipes umbenannt. seit der Abtrennung der roten Varietät im Jahr 1983 wird die Nominatform nun als Hygrocybe glutinipes var geführt. glutinipes.
Synonyme von Hygrocybe glutinipes var. glutinipes umfassen Hygrophorus glutinipes (J. E. Lange) P. D. Orton, Hygrocybe citrina (Rea) J. E. Lange var. glutinipes J. E. Lange, und Hygrocybe. aurantioviscida Arnolds.
Hygrocybe glutinipes var. rubra hat eine noch kürzere taxonomische Geschichte. Diese hübsche kleine Wachshaube wurde 1983 von dem französischen Mykologen Marcel Bon erstmals beschrieben und erhielt seinen heutigen wissenschaftlichen Namen.
Die Gattung Hygrocybe wurde so genannt, weil die Pilze dieser Gruppe immer sehr feucht sind. Hygrocybe bedeutet 'wässriger Kopf'.
Das spezifische Epitheton glutinipes bedeutet 'mit einem klebrigen Fuß' - eine Anspielung auf die Schleimkleckse, die an den Stängeln dieser kleinen Wachskappen haften.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: gailhampshire aus Cradley, Malvern, U.K (CC BY 2.0 Allgemein)
Foto 3 - Autor: gailhampshire aus Cradley, Malvern, U.K (CC BY 2.0 Generic)



