Neofavolus alveolaris
Was Sie wissen sollten
Neofavolus alveolaris ist eine Polypenart aus der Familie der Polyporaceae. Er kommt auf Stöcken und morschen Stämmen vor und zeichnet sich durch seine gelbliche bis orangefarbene Schuppenkappe und die sechseckigen oder rautenförmigen Poren aus. Werden beim Trocknen cremefarben bis weiß. Die Poren auf der Hutunterseite sind eckig bis sechseckig und relativ groß (0.5-3 mm Durchmesser). Der Pilz verursacht eine Weißfäule in Laubholz.
Er ist in Nordamerika, Asien, Australien und Europa weit verbreitet.
Es gab schon immer Verwirrung über den richtigen Namen für diesen Pilz; er wurde unter anderem in die Gattungen Polyporus und Favolus gestellt. Die jüngste Studie (Sotome et al., 2013) stellt jedoch die neue Gattung Neofavolus für unseren kleinen orangenen Freund und seine nahen Verwandten (alle aus Asien) auf, die auf molekularen und morphologischen Nachweisen beruht.
Favolus alveolaris, Polyporus alveolaris, und Polyporus mori sind Synonyme.
Andere Namen: Sechseckig-poriger Polypore.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Saprobiell auf kürzlich abgestorbenen Stöcken und kleinen Stämmen (gelegentlich auch auf lebenden Ästen) von Laubholz, wenn die Rinde noch anhaftet; verursacht eine weiße Fäulnis; wächst allein, verstreut oder gesellig; tritt typischerweise erst im späten Frühjahr auf, wird aber auch häufig im Sommer und Herbst gefunden; weit verbreitet und häufig östlich der Rocky Mountains.
Fruchtkörper
2-7 cm im Durchmesser; fächerförmig, halbkreisförmig oder nierenförmig; Oberseite frisch und jung orange bis orangefarben, mit zunehmendem Alter gelblich oder fast weiß verblassend, radial faserig bis schuppig (zumindest anfangs), trocken, kahl; typischerweise mit einem kurzen und stumpfen Seitenstiel, gelegentlich aber auch mit einem zentral gelegenen und kräftigeren Stiel (in diesem Fall ist die Kappe eher rund als nierenförmig); Porenoberfläche vom Stiel abwärts, weißlich bis hellorange; Poren bis 1 mm breit und 2 mm lang, rautenförmig oder "wabenförmig", meist radial angeordnet; Fruchtfleisch bis 2 mm dick, weiß, zäh, beim Aufschneiden unveränderlich.
Geruch und Geschmack
Geruch nicht ausgeprägt; Geschmack nicht ausgeprägt, oder leicht bitter.
Chemische Reaktionen
KOH stumpf oliv auf frischem Hut; negativ auf Fleisch.
Sporenabdruck
Weiß.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 8-14 x 2.5-4 µ; subcylindrisch; glatt; hyalin in KOH. Basidia 4-sporig. Pileipellis eine Cutis aus etwas verklebten, hyalinen bis bräunlichen, geklammerten Elementen 2-3 µ breit. Hyphen-System dimitisch.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Alan Rockefeller (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Shirley Zundell (CC BY 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Jason Hollinger (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 5 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unportiert)





