Agrocybe dura
Was Sie wissen sollten
Agrocybe dura ist eine Pilzart aus der Familie der Strophariaceae. Wächst auf grasbewachsenen Flächen, vor allem im späten Frühjahr und im Frühsommer, in der schmerzhaften Lücke zwischen den Frühjahrspilzen und den Sommerpilzen, wenn die Pilzliebhaber in den gemäßigten Klimazonen in heller Aufregung sind. Agrocybe dura ist nicht auf diese Periode beschränkt, aber zu dieser Zeit tritt sie am ehesten auf.
Die Kappe ist mittelgroß und mehr oder weniger weiß, und der Stängel hat einen fadenscheinigen Ring. Diese Merkmale helfen bei der Unterscheidung von Agrocybe pediades, die auch im Gras vorkommt, aber eine kleinere, blass gelb-braune Kappe hat und der ein Ring fehlt. Unter dem Mikroskop zeigt Agrocybe dura ziemlich große Sporen.
Agrocybe praecox gilt als genießbar, wenn er gut gekocht ist, soll aber einen bitteren Geschmack behalten und ist von sehr schlechter Qualität.
Andere Namen: Bärtige Feldmütze.
Pilz Identifikation
Ökologie
Saprobiell; wächst einzeln, verstreut oder gesellig im Gras (Rasen, Wiesen, Felder); tritt manchmal in Feenringen auf; tritt von Frühjahr bis Herbst auf, ist aber zumindest in gemäßigten Klimazonen am ehesten im Mai zu sehen; in Nordamerika und Europa weit verbreitet.
Kappe
2.5-8 cm; zunächst konvex, dann breit konvex oder fast flach; im frischen Zustand klebrig, aber bald trocken; kahl; im Alter oft rissig oder zerklüftet; meist insgesamt weißlich oder mit stumpf gelblichem Zentrum - manchmal aber auch insgesamt cremefarben bis stumpf gelblich; der Rand oft mit weißlichen bis gelblichen Teilschleierfibrillen und Resten verziert.
Lamellen
Eng am Stiel anliegend; dicht oder gedrängt; Kurzkiemen häufig; anfangs weißlich, später stumpf graubraun; Ränder bei Reife schwach weißlich; anfangs von einem weißen Teilschleier bedeckt.
Stängel
5-10 cm lang und 3-15 mm dick; mehr oder weniger gleichmäßig; starr; kahl oder etwas fibrillös; weißlich, manchmal bräunlich verfärbend, besonders in der unteren Hälfte; mit einem fadenscheinigen, flüchtigen, weißlichen Ring; Basalmycel weiß.
Fleisch
Weiß; beim Aufschneiden unveränderlich.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Chemische Reaktionen
KOH auf der Hutoberfläche negativ bis gelblich.
Sporen Druck
Braun.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 11-16 (-19) x 6-9 (-10) µm; mehr oder weniger ellipsoid, mit einem Ende, das für eine 2 -3 µm große Pore abgeflacht ist; glatt; Wände etwa 1 µm dick; bräunlich-orange bis orang-bräunlich in KOH; braun in Melzer's. Basidien 25-35 x 7-9 µm; keulenförmig; 4-sterigmatisch. Cheilozystidien 35-60 x 10-25 µm; utriform bis weit utriform; glatt; dünnwandig; hyalin in KOH. Pleurozystidien 35-55 x 10-20 µm; breit utriform bis clavate oder sphaeropedunculate; glatt; dünnwandig; hyalin in KOH. Pileipellis hymeniform, aber schnell zerfallend und kollabierend (am besten an sehr jungen Kappen zu sehen); hymeniforme Elemente 15-22 x 6-10 µm; clavate bis pyriform; hyalin in KOH.
Ähnliche Arten
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Tritt auch im Frühjahr und Sommer auf, hat eine glatte, dunkle Kappe, ist selten rissig und hat kleinere Sporen.
Agrocybe cylindracea
Wächst auf Pappel- und Weidenstümpfen.
Taxonomie und Etymologie
Im Jahr 1828 beschrieb der deutsche Naturforscher Wilhelm Gottfried Lasch (1787 - 1863) diese Art erstmals und gab ihr den Namen Agaricus molestus.
1978 ordnete der deutschstämmige amerikanische Mykologe Rolf Singer diesen Pilz wieder der Gattung Agrocybe zu und legte damit den wissenschaftlichen Namen Agrocybe molesta fest.
Fieldcap" ist abgeleitet von agro-, Felder und -cybe, Kopf oder Kappe, und ist daher eine direkte Übersetzung des Gattungsnamens Agrocybe. Das spezifische Epitheton molesta kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "lästig" oder "ärgerlich"."
Synonyme
Agaricus durus Bolton, 1788 (Basionym)
Agaricus molestus Lasch, 1828
Agaricus vermifluus Peck, 1897
Agrocybe dura var. xanthophylla (Bres.) P.D.Orton, 1960
Agrocybe molesta (Lasch) Singer, 1978
Agrocybe vermiflua (Peck) Watling, 1976
Dryophila dura (Bolton) Quél., 1886
Hylophila dura (Bolton) Quél., 1888
Pholiota dura (Bolton) P.Kumm., 1871
Pholiota dura var. xanthophylla Bres., 1892
Pholiota vermiflua (Peck) Sacc., 1887
Togaria dura (Bolton) W.G.Sm., 1908
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Rocky Houghtby (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 3 - Autor: vesna maric (kalipso) (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 4 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)




