Xeromphalina campanella
Was Sie wissen sollten
Xeromphalina campanella hat einen kleinen schirmförmigen Hut, etwa 0.5-2 cm breit. Der dünne braune Stiel ist 1-5 cm lang und 1-3 mm breit, an der Spitze gelb, unten rötlich-braun und an der Basis braun oder gelb behaart. Die Lamellen sind blassgelb bis blassorange. Der Sporenabdruck ist blass-braun. Die Hüte der jungen Art sind glockenförmig. Mit zunehmender Reife dehnt sich der äußere Teil der Kappe aus und erhebt sich, so dass die Mitte eingedrückt ist und einem Nabel ähnelt.
Die Fruchtbildung erfolgt in Klumpen oder sehr dichten Büscheln auf verrottenden Baumstämmen, Stümpfen und holzigen Abfällen von Nadelbäumen. Die Art ist in Nordamerika weit verbreitet. Zuweilen bedeckt die Art alte Baumstümpfe fast vollständig.
Die Art ist zwar nicht giftig, aber die Pilze sind klein und schmecken bitter, so dass sie nicht zum Verzehr geeignet sind.
Andere Namen: Kiefernholz-Fingerschwanz, Goldtrompete, Wuschelfuß.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Saprobiell auf Totholz von Nadelbäumen; wächst typischerweise in dichten Gruppen auf Stümpfen und Baumstämmen, gelegentlich aber auch einzeln oder gesellig; fast das ganze Jahr über zu finden, besonders in wärmeren Klimazonen, am häufigsten jedoch im Sommer und Herbst; in Nordamerika offenbar weit verbreitet.
Kappe
5-20 mm im Durchmesser; konvex, breit konvex werdend mit einer zentralen Vertiefung und einem gewölbten Rand; kahl; trocken; bei Nässe am Rand breit gesäumt; bräunlichgelb, rostig, gelblich oder orange; zur Mitte hin meist dunkler; verblassend.
Lamellen
den Stiel hinunterlaufend; ziemlich weit entfernt; gewöhnlich mit vielen Queradern; blassgelb oder orangerot; kurze Lamellen in der Nähe des Kappenrandes vorhanden.
Stiel
1.5-3 cm lang; 1-2 mm dick; mehr oder weniger gleichmäßig; oben gelblich, unten dunkler; oben kahl, an der Basis fein behaart mit orangefarbenem bis gelbem Basalmyzel; eher drahtig und zäh; oft gebogen.
Fruchtfleisch
Unwesentlich.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Sporenabdruck
Weiß.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 5.5-7 x 3-4.5 µm; glatt; ellipsoid; schwach bis mäßig amyloid. Pleuro- und Cheilocystidien fusiform; bis zu etwa 55 x 15 µm. Caulocystidien clavat bis fusiform; bis zu 75 x 15 µm; dünnwandig; hyalin in KOH. Klammerverbindungen sind vorhanden.
Ähnliche Spezies
Xeromphalina campanelloides
Unterscheidbar durch mikroskopische Merkmale.
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Ähnelt der Art, hat aber eine gelbere Kappe und wächst auf verrottendem Holz von Laubbäumen.
Xeromphalina brunneola
Ähnelt ebenfalls der Art, hat aber kleinere, schmal elliptische Sporen und unterscheidet sich in Geruch, Geschmack und Hutfarbe.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Holger Krisp (CC BY 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Holger Krisp (CC BY 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 4 - Autor: Σ64 (CC BY 3.0 Unportiert)
Foto 5 - Autor: Christian (Christian Schwarz) (CC BY-SA 3.0 Unported)





