Stropharia hornemannii
Was Sie wissen sollten
Stropharia hornemannii ist eine Fliegenpilzart aus der Familie der Strophariaceae. Man findet ihn in Europa und Nordamerika, wo er als Saprophyt auf verrottendem Nadelholz wächst. ist ungenießbar und kann giftig sein.
Diese große, charismatische Stropharia mit einem klebrigen, rotbraunen bis violettbraunen oder braunen Hut und einem dicken, schuppigen Stiel. Wie andere Stropharia-Arten hat sie einen dunklen, purpurbraunen Sporenabdruck.
Andere Namen: Üppiger Ringstiel, Koniferen-Rundkopf, Rissige Stropharia.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Saprobiell; wächst einzeln, verstreut oder in Gruppen auf Duff und holzigem Schutt in borealen und montanen Wäldern; oft als Frucht von gut verrottetem Holz; Sommer und Herbst; weit verbreitet im nördlichen und montanen Nordamerika.
Kappe
3.5-8 cm; jung konvex bis breit kegelförmig, dann breit konvex, fast flach oder breit glockenförmig; im frischen Zustand klebrig; kahl; erscheint manchmal leicht radial gestreift; jung rötlichbraun bis purpurbraun oder braun, verblasst aber gewöhnlich schnell zu hellbraun oder blass gelblichbraun; oft mit weißen Schleierresten in der Nähe des Randes verziert.
Lamellen
Breit am Stiel angewachsen oder mit zunehmendem Alter beginnend, sich vom Stiel zu lösen; dicht; Kurzkiemen häufig; anfangs blassgrau, später violettgrau bis purpurschwarz.
Stängel
6-10 cm lang; 1-1.5 cm dick; gleichmäßig; trocken; mit einem ziemlich hartnäckigen, schürzenartigen, weißen Ring, der auf der Oberseite gerillt und mit violett-schwarzem Sporenstaub bestäubt ist; unterhalb des Rings auffallend zottig-schuppig mit weißlichen Gürteln, vor allem in der Jugend; Basis an weißen Myzelfäden befestigt.
Fleisch
Weiß; beim Aufschneiden unveränderlich, oder leicht gelblich werdend.
Geruch und Geschmack
Geruch etwas faulig, oder an Kürbis erinnernd. Geschmack nicht unterscheidbar.
Sporenabdruck
dunkel purpurbraun bis schwärzlich.
Ähnliche Arten
Panaeolus semiovatus hat ebenfalls eine seidenglatte Kappe, ist aber viel blasser und wächst auf Dung; seine Lamellen schwärzen und ergeben einen schwarzen Sporenabdruck.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 12-15 x 6-7.5 µm; ellipsoid; mit einer kleinen Pore; glatt; braun in KOH. Cheilocystidien als Leptocystidien; 40-60 x 15-20 µm; breit lagenförmig bis subutriform; dünnwandig; hyalin in KOH. Pleurozystidien als Chrysozystidien; 50-70 x 10-15 µm; lagenförmig bis utriform; dünnwandig; glatt; mit oder ohne brechende, gelbliche bis goldene Einschlüsse. Pileipellis an ixocutis; Elemente 4-5 µm breit, glatt, gelblich in KOH, an Septen geklemmt.
Taxonomie und Etymologie
Obwohl Christiaan Hendrik Persoon diesen Pilz bereits 1801 beschrieb und ihn Agaricus depilatus nannte, stammt sein Basionym aus dem Jahr 1818, als der große schwedische Mykologe Elias Magnus Fries den Koniferen-Rundkopf wissenschaftlich beschrieb und ihm den binomialen Namen Agaricus hornemannii gab. 1934 wurde diese Art von den schwedischen Mykologen Seth Lundell (1892 - 1966) und John Axel Nannfeldt (1904 - 1985) in die Gattung Stropharia gestellt und erhielt den heute akzeptierten wissenschaftlichen Namen Stropharia hornemannii.
Zu den Synonymen von Stropharia hornemannii gehört Agaricus depilatus Pers., Agaricus hornemannii Fr., und Stropharia depilata (Pers.) Fr.
Der Gattungsname Stropharia leitet sich vom griechischen Wort strophos ab, das Gürtel bedeutet, und bezieht sich auf die Stielringe der Pilze in dieser Gattung. Das spezifische Epitheton hornemanii ist zu Ehren des dänischen Botanikers Jens Wilken Hornemann (1770-1841).
Quellen:
Foto 1 - Autor: Chris Kleine (ckleine) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Chris Kleine (ckleine) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Chris Kleine (ckleine) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)



