Sarcosoma globosum
Was Sie wissen sollten
Sarcosoma globosum ist eine Pilzart aus der Familie der Sarcosomataceae. Dieser fast vom Aussterben bedrohte Pilz ist in Nordeuropa heimisch. Er ist in einigen Teilen des nordöstlichen Nordamerikas, insbesondere in der Region der Großen Seen, selten anzutreffen. Es handelt sich um einen Ascomyceten oder Schlauchpilz, was bedeutet, dass seine mikroskopische Struktur den Ascus, eine sporentragende Zelle, zur sexuellen Fortpflanzung nutzt. Sie ist ein Detritivore und ernährt sich von sich zersetzenden Stoffen, vor allem von Laubstreu. Er ist in Fichtenwäldern zu finden und wird derzeit nicht vom Menschen genutzt.
Dieser Pilz frisst auf dem Waldboden in der Nähe von fließenden Gewässern wie Flüssen und Bächen. Nachdem Überschwemmungen im Frühjahr diese Gebiete nährstoffreich und feucht gemacht haben, entwickelt die Art ihre sexuelle Phase, in der sie haploide Sporen trägt, die sich durch Windströme verbreiten.
Die Verbreitung von Sarcosoma globosum scheint nemoral-boreal-montan zu sein. Sie wächst immer in denselben Lebensräumen, die sich durch die Nähe von Flüssen und Bächen auszeichnen. Obwohl der Pilz manchmal sehr schwer zu finden ist, wenn er sich tief im Moosteppich versteckt, ist er in seinen Merkmalen so auffällig, dass Menschen ihn bemerkt und auch Museen und Forscher über ihn informiert haben.
Sarcosoma globosum steht in 12 Ländern und Regionen Europas auf der Roten Liste oder ist als selten eingestuft. Er hat sich bei der Überwachung extensiver selektiver Abholzung als erfolgreich erwiesen, ist aber nicht in der Lage, in kahlgeschlagenen Wäldern zu überleben. Es ist wichtig, das Überwuchern von Waldgebieten zu verhindern, damit die Populationen überleben können.
Die Art ist selten, mit nur 80 gemeldeten Beobachtungen in Finnland seit 1915.
Andere Namen: Hexenkessel, Holzkohle-Pfannkuchenbecher.
Taxonomie
Er wurde erstmals 1793 von Casimir Christoph Schmidel beschrieben. Johann Xaver Robert Caspary stellte ihn 1891 in die Gattung Sarcosoma.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Irene Andersson (irenea) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Tõnu Pani (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Staffan Kyrk (CC BY 3.0 Unported)
Foto 4 - Autor: Tõnu Pani (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 5 - Autor: Павлик Лисицын (CC BY 4.0 International)





