Lactarius tabidus
Was Sie wissen sollten
Lactarius tabidus ist ein ungenießbarer Pilz aus der Gattung Lactarius. Kleiner Pilz mit orange-braunem Hut und zimtfarbenen Lamellen, der weiße Milch absondert. Sie wächst einzeln oder in verstreuten Gruppen auf dem Boden unter Laubbäumen, bevorzugt Birke. Die Milch hat einen bitteren und scharfen Geschmack, mit einem leicht scharfen Nachgeschmack. Die Tatsache, dass die weiße Milch gelb eintrocknet, ist ein Hinweis darauf, dass sie giftig sein kann.
Dieser Pilz kann im Herbst unter einer Kiefer gefunden werden. Im Süden Großbritanniens ist er häufig, nach Norden hin wird er seltener. Er ist auch in Nordamerika zu finden. Er wächst am besten in Laubstreu oder Sphagnum-Moos.
Andere Namen: Birken-Milchhut.
Pilz-Bestimmung
Mütze
Zunächst konvex, dann abflachend oder leicht trichterförmig, oft mit flacher, schmaler Kuppe; 2 bis 4.Durchmesser 5 cm, gelblich-braune bis orange-braune Kappen, die zur Mitte hin am dunkelsten sind, leicht hygrophan und im Alter und bei Trockenheit vom Rand her ockerfarbener werden.
Die Kappen haben eine feinmatte und faltige Oberfläche, und alte Exemplare sind am Rand oft sichtbar gekerbt.
Lamellen
Die Lamellen sind blass zimtfarben mit rosafarbener Tönung, schwach herablaufend und dicht gedrängt. Mit zunehmender Reife werden die Lamellen oft fleckig.
Bei Beschädigung der Lamellen dieses Milchlinges wird ein weißer Milchsaft freigesetzt, dessen Geschmack zunächst mild ist, später aber beißend wird. Auf einem weißen Taschentuch oder Gewebe hinterlässt der Milchsaft einen feuchten Fleck, der sich langsam gelb verfärbt.
Stängel
Der zylindrische oder sich leicht nach oben verjüngende Stiel hat einen Durchmesser von 5 bis 10 mm und eine Höhe von 3 bis 7 cm. Er ist ziemlich spröde, seine Oberfläche ist glatt und hat die gleiche Farbe wie der Hut, wobei sie zur Spitze hin etwas heller und zur Basis hin dunkler ist. Das Fruchtfleisch des Stiels ist weißlich; es gibt keinen Stielring.
Sporen
Breit ellipsoidisch, 7-9 x 6-7μm, hyalin; verziert mit vielen spitzen Warzen bis zu 1.2μm groß, meist isoliert, aber mit einigen wenigen Verbindungsgraten.
Sporenabdruck
Blass cremefarben mit leicht lachsrosa Tönung.
Geruch und Geschmack
Kein ausgeprägter Geruch; anfangs milder Geschmack, der allmählich schärfer wird.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Ektomykorrhizierung mit Laubbäumen, vor allem Birken; in feuchten und oft moosigen Wäldern.
Ähnliche Arten
Lactarius subdulcis ist von ähnlicher Färbung; er kommt meist unter Buchen vor.
Taxonomie und Etymologie
Im Jahr 1838 legte der schwedische Mykologe Elias Magnus Fries den wissenschaftlichen Namen fest Lactarius rufus, dies ist auch heute noch der binomische Name, unter dem er von den Mykologen allgemein bezeichnet wird.
Synonyme von Lactarius tabidus sind Lactarius subdulcis, Lactarius theiogalus, Lactarius chrysorheus, Lactarius hepaticus.
Der Gattungsname Lactarius bedeutet Milch produzierend (laktierend) - eine Anspielung auf den milchigen Milchsaft, der aus den Lamellen von Milchhutpilzen austritt, wenn sie angeschnitten oder zerrissen werden.
Das spezifische Epitheton tabidus ist ein lateinisches Adjektiv, das mit 'verkümmert' übersetzt werden kann - eine Anspielung auf die geringe Größe dieser Milchhüte im Vergleich zu vielen anderen Mitgliedern der Gattung Lactarius.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 4 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 5 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)





