Ramaria abietina
Was Sie wissen sollten
Ramaria abietina ist ein Korallenpilz aus der Familie der Gomphaceae. Er zeichnet sich durch die grüne Färbung aus, die er als Reaktion auf Quetschungen oder Verletzungen entwickelt. Die Fruchtkörper sind ledrig und in trockenem Zustand brüchig. Sie sind klein und verzweigen sich vom zentralen Stamm bis zu fünfmal. Die schlanken Zweige sind leicht abgeflacht oder ausgebreitet und an der Spitze gegabelt oder gekrümmt.
Die Farbe des Fruchtkörpers ist mittelgelbgrün bis helloliv, aber beim Quetschen wird er dunkler olivgrün bis dunkelolivgrün. Der Stiel ist kurz und hat an seiner Basis eine Myzelmatte, die an Rhizomorphen befestigt ist, die sich im Substrat verzweigen. Der Geruch des Pilzgewebes reicht von undeutlich bis erdig, und er schmeckt zunächst süß, dann etwas bitter. Verbreitet in Nordamerika und Europa.
Ramaria abietina gilt allgemein als ungenießbar.
Andere Namen: Grünende Koralle, Grünfärbende Koralle.
Pilz Identifikation
Fruchtkörper
Sich mehrfach verzweigende Waldkoralle, deren letzte Äste in zwei oder drei seitlich zusammengedrückten Spitzen enden; Farbe zunächst gelblich, bei Reife mehr olivfarben; Äste färben sich bei Quetschung grünlich.
Der blasse, gedrungene Stiel ist kurz, meist unter der Oberfläche des Substrats vergraben und mit flaumigem, weißem Myzel bedeckt; zäh und faserig, das Fruchtfleisch ist weißlich.
2.5 bis 5.5 cm hoch und bis zu 5 cm Durchmesser des gesamten Fruchtkörpers; oft gesellig, wobei mehrere Fruchtkörper ineinander übergehen.
Sporen
Breit ellipsoidisch bis röhrenförmig, glatt, 6-8 x 4-4.5μm.
Sporenabdruck
Gelblich.
Geruch und Geschmack
Kein signifikanter Geruch, aber ein bitterer Geschmack.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Unter Nadelbäumen, meist Fichten, meist auf saurem Boden.
Ähnliche Arten
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Typischerweise größer und nicht grünlich zerquetscht.
Ramara invalii
Diese Art färbt nicht, wenn sie gequetscht wird.
Taxonomie und Etymologie
Die Art wurde 1794 von Christian Hendrik Persoon beschrieben, der ihr den wissenschaftlichen Binomialnamen Clavaria abietina gab. Der französische Mykologe Lucien Quélet übertrug sie 1888 in die Gattung Ramaria, wo sie den wissenschaftlichen Namen Ramaria abietina erhielt.
Synonyme von Ramaria abietina sind Clavaria abietina Pers., Clavaria ochraceovirens Jungh., Ramaria ochraceovirens (Jungh.) Donk, Merisma abietinum (Pers.) Sprengel, Hydnum abietinum (Pers.) Duby, Clavariella abietina (Pers.) J.Schröt., und Phaeoclavulina abietina (Pers.) Giachini.
Ramaria, der Gattungsname, kommt von Ram-, was soviel wie Zweig bedeutet, mit der Endung -aria, was soviel bedeutet wie "mit" oder "ausgestattet". Ramaria-Korallenarten sind in der Tat mit zahlreichen Ästen ausgestattet.
Das spezifische Epitheton abietina ist vom lateinischen Wort für Tanne (Gattung Abies) abgeleitet, aber diese Koralle scheint Fichten zu bevorzugen; Picea abies ist jedoch der wissenschaftliche Name für die Fichte.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Nomeda Vėlavičienė (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Holger Krisp (CC BY 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Peta McDonald (Public Domain)
Foto 4 - Autor: gailhampshire (CC BY 2.0 Allgemein)
Foto 5 - Autor: Jane Canaway (CC BY 4.0 International)





