Panaeolus fimicola
Was Sie wissen sollten
Panaeolus fimicola (syn. Panaeolis Ater) ist ein weit verbreiteter, meist ungenießbarer, aber nicht giftiger Pilz, der manchmal kleine Mengen des Halluzinogens Psilocybin enthält.
Man kann sich kaum einen düstereren Pilz vorstellen, aber dieser sehr dunkle Mottlegillus schafft es irgendwie, nach Regen auf Rasenflächen aufzufallen. Die dunkelbraunen, manchmal fast schwarzen Kappen verblassen mit dem Alter und decken eine große Bandbreite an Brauntönen ab.
Pilz Identifikation
Pileus (Kappe)
(1)1.5- 3.5(4) cm, kampanförmig, dann konvex bis flach, stumpf, schmutzig grau bis schwärzlich, oft mit rötlichen oder haselnussbraunen Tönen, hygrophan, in trockenem Zustand fahlgrau bis gelblich, glatt, mit einem schmalen braunen Randstreifen, in feuchtem Zustand am Rand leicht gerieft. Fruchtfleisch dünn und gräulich.
Lamellen (Lamellen)
Anliegend, dicht gedrängt, anfangs grau-olivfarben, mit zunehmendem Alter gesprenkelt und schwarz werdend, Ränder weißlich bleibend.
Stiel (Stängel)
(4)6 - 8(10) cm x 1 - 2(3) mm, gleichmäßig, schlank, an der Basis etwas breiter werdend, hohl, zerbrechlich, schmutzig weiß bis lehmig, im Alter zur Basis hin bräunlich werdend, glatt, am Apex weiß-pruinös, veraltet leicht seidig-gestreift, Ring fehlend. Das Fleisch ist schmutzig ockerfarben-braun; zerbrechlich.
Mikroskopische Merkmale
Sporen schwärzlich grau. 10.8 - 14.2 X 6.9-9.5, ellipsoid oder zitronenförmig, Basidien 4-sporig. Lamellenrandzystidien fusiform, typischerweise mit langen Hälsen, Lamellengesichtszystidien fehlend.
Jahreszeit
Im Frühjahr oder während der Regenzeit.
Lebensraum und Verbreitung
Panaeolus fimicola wächst in der Erde oder auf Dung, gedüngten Rasenflächen und anderen grasbewachsenen Stellen, vom späten Frühjahr bis Mitte Herbst. In ganz Amerika sowie in Europa und Afrika verbreitet; häufig.
Wuchsform - solitär bis zerstreut.
Quetschungen
Leichte Quetschungen bei einigen Exemplaren an der Basis.
Ähnliche Arten
-
Der Dung-Rundkopf, hat einen flüchtigen Ring und hinterlässt einen braunen Sporenabdruck.
-
Der Braune Mottlegill ist in feuchtem Zustand blassbraun und trocknet in der Mitte des Hutes aus, um creme-beige zu werden.
Taxonomie und Etymologie
Im Jahr 1788 beschrieb der britische Mykologe James Bolton diese Art erstmals wissenschaftlich und gab ihr den (ungültigen) Namen Agaricus varius. Es war der große Christiaan Hendrik Persoon, der den ersten gültigen Artnamen (sein Basionym) in seiner bahnbrechenden Veröffentlichung von 1801 festlegte, indem er ihn Agaricus fimicola nannte.
Fast ein Dreivierteljahrhundert später, im Jahr 1874, entstand der heute akzeptierte wissenschaftliche Name Panaeolus fimicola, als der französische Mykologe Claude-Casimir Gillet (1806 - 1896) diese Art in die Gattung Panaeolus.
Synonyme von Panaeolus fimicola sind Agaricus varius Bolton, Agaricus fimicola Pers., Prunulus varius (Bolton) Gray, Panaeolus fimicola var. ater J. E. Lange, Panaeolus obliquoporus Bon, und Panaeolus ater (J. E. Lange) Kühner & Romagn. ex Bon.
Es besteht kein Konsens über die korrekte taxonomische Stellung der Pilze der Gattungen Panaeolus und Panaeolina, die von einigen Autoritäten zur Familie der Strophariaceae und von anderen zu den Bolbitiaceae gezählt werden.
Panaeolus, der Gattungsname dieses Pilzes, bedeutet "bunt" und bezieht sich auf die gesprenkelte oder bunte Färbung der Lamellen. Das spezifische Epitheton fimicola stammt von dem lateinischen Substantiv fimum, was Dung bedeutet, und dem lateinischen Verb colo, bewohnen - es bedeutet also, auf Dung zu leben. Diese kleinen braunen Pilze bewohnen häufig mit Dung angereichertes Grasland, können aber auch auf Rasenflächen vorkommen, die nicht mit Dung gedüngt wurden.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 2 - Autor: Don Johnson (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)




