Psathyrella candolleana
Was Sie wissen sollten
Dieser Pilz scheint in Farbe und Robustheit stark zu variieren, und es ist möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass der Artname für mehrere eng verwandte Taxa verwendet wird. Im Allgemeinen erkennt man Psathyrella candolleana an einem glatten, gelblich-braunen, hygrophanen Hut, der zu einem blassen Büffelleder verblasst, mit einem anhängenden Rand in der Jugend und einem weißen, glänzenden, zerbrechlichen Stiel.
Psathyrella candolleana ist ein essbarer Pilz, der jedoch aufgrund seines geringen kulinarischen Wertes und seiner Konsistenz sowie seiner schwierigen Identifizierung nicht empfohlen wird.
Der Blasse Knollenblätterpilz ist ein häufiger und weit verbreiteter Pilz, der auf Wiesen, Rasen und in Wäldern in ganz Europa und Nordamerika zu finden ist.
Andere Namen: Blasser Brittlestem, Vorstadt-Psathyrella, Fransen-Krümelwurz, Gewöhnliche Psathyrella, Psathyrelle de De Candolle (französisch), Bleke franjehoed (niederländisch).
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Saprobier; wächst allein oder gesellig auf Wiesen, Weiden und kultivierten Flächen - auch in Wäldern; typischerweise in der Nähe von kürzlich abgestorbenen Laubbäumen, deren Wurzeln, Stümpfen usw.; erscheint gewöhnlich im Frühjahr und Frühsommer, manchmal aber auch im Herbst (oder in wärmeren Klimazonen ganzjährig); in Nordamerika weit verbreitet und häufig.
Kappe
3-11 cm; jung rundlich-kegelförmig oder konvex, dann breit konvex, breit glockenförmig oder fast flach; kahl; entwickelt oft flache radiale Falten; trocken; jung honiggelb, beim Austrocknen deutlich bräunlich oder fast weiß; der junge Rand ist mit hängenden Schleierresten verziert; der reife Rand ist oft radial gespalten.
Lamellen
Am Stängel anhaftend oder fast frei von ihm; anfangs weißlich, dann gräulich und schließlich dunkelbraun; dicht oder gedrängt.
Stängel
4-13 cm lang; 3-8 mm dick; gleichmäßig; zerbrechlich; weiß; hohl; kahl oder leicht gesäumt und/oder seidig; fast immer ohne Ring, aber manchmal mit locker anhaftenden Teilschleierresten in einer ringförmigen Zone.
Fleisch
Sehr dünn; zerbrechlich; bräunlich bis weißlich.
Sporendruck: Dunkelpurpurbraun.
Taxonomie und Etymologie
Das Basionym dieser Art stammt aus dem Jahr 1818, als der große schwedische Mykologe Elias Magnus Fries den Blassen Brittlestem beschrieb und ihm den binomialen wissenschaftlichen Namen Agaricus candolleanus gab. (Der französische Mykologe Jean Baptiste Francois (Pierre) Bulliard hatte diesen Pilz fast dreißig Jahre zuvor beschrieben und ihn Agaricus appendiculatus genannt; das spezifische Epitheton appendiculatus war jedoch bereits verwendet worden, so dass nach den ICBN-Regeln für botanische/mykologische binomische Namen das Epitheton von Fries Vorrang hat.)
Der heute akzeptierte wissenschaftliche Name Psathyrella candolleana geht auf eine Veröffentlichung des französischen Mykologen G. Bertrand. (Derzeit liegen uns außer dem Veröffentlichungsdatum keine biografischen Informationen über Bertrand vor.)
In den letzten 230 Jahren hat Psathyrella candolleana zahlreiche Synonyme erhalten, darunter Agaricus appendiculatus Bull., Agaricus candolleanus Fr., Psathyrella corrugis var. vinosa (Corda) Cooke, Drosophila candolleana (Fr.) Quél., Hypholoma felinum (Pass.) Sacc., Psathyrella appendiculata (Bull.) Maire, Psathyrella egenula (Berk. & Broome) M.M. Moser, Hypholoma incertum Peck, und Psathyrella microlepidota P.D. Orton.
Psathyrella, der Gattungsname ist die Verkleinerungsform von Psathyra, was vom griechischen Wort psathuros kommt und brüchig bedeutet; es ist eine Anspielung auf die brüchige Beschaffenheit der Kappen, Lamellen und Stiele der Pilze dieser Gattung. Das spezifische Epitheton candolleana ehrt den Schweizer Botaniker Augustin Pyramus de Candolle.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Benutzer:Strobilomyces (CC BY-SA 2.5 Generisch, 2.0 Generisch und 1.0 Generisch)
Foto 2 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 3 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Allgemein)




