Hypsizygus ulmarius
Was Sie wissen sollten
Hypsizygus ulmarius frisst hoch oben an den Stämmen und großen Ästen von Ulmen (Ulmus spp.) und gelegentlich andere Laubbäume.
Oft bilden die Fruchtkörper kompakte Büschel, deren Stielbasis aus einer einzigen Astnarbe entspringt, so dass die Stiele fast immer gebogen und nicht gerade sind.
Dieser Pilz wächst einzeln oder in kleinen Büscheln auf Wunden von lebenden Harthölzern, insbesondere Ulme und Buchsbaum. Oft hoch oben im Baum zu finden, von August bis Dezember.
Hypsizygus ulmarius ähnelt der Morphologie eines Austernpilzes, ist aber in Geschmack und Textur weitaus besser. Der Ulmen-Austernpilz ist ein köstlicher Speisepilz, der wie andere Austernpilze verwendet werden kann. Auf dem Markt wird dieser Pilz oft fälschlicherweise als "Austernpilz" verkauft, aber er produziert größere Fruchtkörper als andere Austernpilze.
Andere Namen: Ulmen-Auster, Ulmenhut.
Identifizierung von Pilzen
Kappe
Gewöhnlich 6 bis 15 (in Ausnahmefällen bis 30) cm im Durchmesser; konvex, sich ausbreitend, aber mit gebogenem Rand; weiß; glatt und trocken.
Lamellen
Anliegend oder nur sehr leicht abfallend; breit, dicht gedrängt; weiß.
Stiel
6 bis 13cm lang und 2 bis 3cm im Durchmesser.weiß; glatt oder fein fibrillös; kein Stielring.
Sporen
Breit sublobös, glatt, 3.5-6.5 x 3-5µm, einsamig.
Sporenabdruck
Weiß bis blass cremefarben.
Jahreszeit
Sommer, Herbst und früher Winter.
Ähnliche Arten
Die Ulmen-Auster könnte mit Pilzen der Gattung Pleurotus verwechselt werden, z. B. mit dem Verzweigten Austernpilz Pleurotus cornucopiae, mit tief herabhängenden Lamellen.
Kultivierung
Die meisten Pilze entwickeln auf Roggenkornsubstrat keine Fruchtkörper, deshalb muss ein geeignetes Fruchtsubstrat mit Getreidebrut beimpft werden. Diese Methode ist für die meisten holzbewohnenden Pilzarten geeignet.
Empfohlene Ausstattung
Körnerbrut, fertig besiedelt
Sterilisiertes Holzsubstrat
Beutelschweißgerät oder starkes Klebeband
Latex-Handschuhe
Gesichtsmaske und Haarnetz
Desinfektionsmittel für Arbeitsfläche und Hände
Steriler Arbeitsbereich
Handschuhsack/Handschuhbox oder steriler Luftstrom (HEPA-Filter, Laminar-Flow-Haube)
Inokulation
Führen Sie diesen Arbeitsschritt unter aseptischen Bedingungen durch, um eine Kontamination zu vermeiden. Reinigen Sie Ihre Arbeitsfläche, waschen Sie Hände und Unterarme, ziehen Sie Gesichtsmaske, Haarnetz und Handschuhe an und desinfizieren Sie Ihre Arbeitsfläche gut.
Trennen Sie die Körner des kolonisierten Laichs durch wiederholtes Schütteln und Klopfen (bei noch geschlossenem Beutel). Öffnen Sie den sterilisierten Holzsubstratbeutel. Verwenden Sie 2 bis 10 % (der Masse des Zielsubstrats) der Getreidebrut für die Beimpfung des Holzsubstrats. Etwa 50-250 g Getreidebrut pro Beutel mit 2,5 kg Holzsubstrat zugeben.
Verschließen Sie den beimpften Substratbeutel mit einem Beutelverschließer oder einem starken Klebeband. Verteilen Sie nun die besiedelten Körner gleichmäßig in das frische Substrat, indem Sie den Beutel schütteln, um eine schnelle und gleichmäßige Besiedlung zu erreichen. Es könnte von Vorteil sein, den Beutel nach 5 - 7 Tagen erneut zu schütteln.
Wachstum des Myzels
Lagern Sie das beimpfte Substrat während der Wachstumsphase des Myzels an einem dunklen und sauberen Ort bei einer für diese Pilzart geeigneten Temperatur (Laichgang). Sicherstellen, dass der Inkubator, in dem das Myzel gezüchtet wird, ausreichend belüftet ist.
Nach etwa 2-3 Wochen sollte das Mycel durch den Beutel gewachsen sein und das Substrat von weißem Mycel überwuchert sein (bitte beachten Sie, dass verschiedene Pilzarten unterschiedliche Mycelfarben haben können). Jetzt ist das Myzel bereit für die Fruchtbildung.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Susulyka (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Susulyka (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 3 - Autor: Susulyka (CC BY-SA 3.0 Unportiert)



