Leccinum pseudoscabrum
Was Sie wissen sollten
Leccinum pseudoscabrum ist eine essbare Pilzart aus der Gattung Leccinum. Der Hut ist graubraun und wird mit zunehmendem Alter oft rissig. Es ist eine klar definierte Art in Europa. Fruchtkörper boletoid ohne Schleier und Ring. Stiel fest, bedeckt mit zahlreichen Blättchen. Das Fleisch ist weißlich oder gelblich, an der Basis des Stiels manchmal blau oder grünlich gefleckt, bei vielen Arten ändert es sich dramatisch in rosa, rötlich, violettgrau bis schwarz.
Andere Namen: Haselsteinpilz.
Identifizierung des Pilzes
Kappe
Der Hut ist kleiner als viele Leccinum-Pilze und hat einen Durchmesser von 4 bis 9 cm, wenn er voll ausgeweitet ist, wobei er breit konvex bleibt, anstatt sich vollständig abzuflachen. Die Oberfläche ist meist faltig und manchmal rissig. In feuchtem Zustand ist die Hutoberfläche klebrig oder leicht fettig, beim Trocknen stumpfmatt oder sehr feinflauschig.
Die Farbe des Hutes reicht von gelblich-braun bis oliv-buff oder oliv-braun. Das Fruchtfleisch des Hutes wird weinrot, wenn es aufgeschnitten und der Luft ausgesetzt wird.
Röhren und Poren
Die cremeweißen Röhren enden in Poren von typischerweise 0.5 mm im Durchmesser, die auch cremeweiß sind. Die Poren verfärben sich bei Quetschungen langsam schwärzlich.
Stängel
Der Stiel oder Stängel ist 4-12 cm hoch und typischerweise 0.8 bis 1.2 cm im Durchmesser, zur Spitze hin leicht verjüngt, mit weißer oder hellgrauer Oberfläche, die in der Nähe der Spitze mit bräunlichen Schuppen bedeckt ist, die sich zur Basis hin verjüngen.
Beim Anschneiden wird das blasse Stängelfleisch in der Nähe der Spitze weinrot und zum Stielansatz hin bläulich.
Sporen
Kegelförmig mit konischer Spitze, glatt, dünnwandig,13-18.5 x 4-6µm, inamyloid.
Sporenabdruck
Ockerfarben-braun.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Mykorrhiza, am häufigsten unter Hainbuche, seltener mit Hasel.
Saison
Juni bis Oktober.
Ähnliche Arten
Leccinum scabrum, ein größerer Steinpilz, der gewöhnlich unter Birke vorkommt, hat im Allgemeinen eine bräunlichere Kappe, ist aber gelegentlich gelblich braun.
Taxonomie und Etymologie
Das Basionym dieser Art stammt aus einer Veröffentlichung des deutschen Mykologen Franz Joseph Kallenbach (1893 - 1944) aus dem Jahr 1935, der ihr den wissenschaftlichen Namen Boletus pseudoscaber gab. Es war der tschechische Mykologe Josef Šutara (b. 1943), der 1989 den heute akzeptierten wissenschaftlichen Namen Leccinum pseudoscabrum.
Synonyme von Leccinum pseudoscabrum sind Boletus scaber var. carpini R. Schulz, Boletus pseudoscaber Kallenb., Steinpilz (Boletus carpini) (R. Schulz) A. Pearson, Leccinum carpini (R. Schulz) M.M. Moser ex D.A. Reid, und Krombholziella pseudoscabra (Kallenb.) Šutara.
Leccinum, der Gattungsname, leitet sich von einem alten italienischen Wort für Pilz ab. Das spezifische Epitheton pseudoscabrum setzt sich zusammen aus der Vorsilbe pseudo-, was soviel wie fast oder ähnlich bedeutet, und der Nachsilbe -scabrum, was soviel wie mit Schuppen bedeutet - ein Hinweis auf die grob schuppige oder schorfige Oberfläche der Stiele dieses Pilzes.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Georg Tschernilewski (Gemeingut)
Foto 2 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 3 - Verfasser: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Allgemein)
Foto 4 - Autor: Andreas Kunze (CC BY-SA 3.0 Unported)




