Mutinus ravenelii
Was Sie wissen sollten
Mutinus ravenelii ist ein Pilz, der auf umgewandeltem oder gestörtem Boden wächst, normalerweise als Saprophyt auf Holzspänen, Stroh, Sägemehl oder Kompost in Parks und Gärten, manchmal aber auch auf verrottetem Holz in Laub- und Nadelwäldern. Wenn er jung ist, sieht der Pilz wie ein längliches, weißes "Teufels-Ei" aus." Die Spitze des Fruchtkörpers ist zunächst dunkel gefärbt. Sie ist mit einer schleimigen dunkelgrauen Masse bedeckt, die nach Aas oder Katzenkot riecht und die Sporen enthält. Fliegen werden von dem Geruch angezogen; sie lecken die Sporen ab und tragen so zur Verbreitung des Pilzes bei. Sporen, die den Verdauungstrakt einer Fliege passiert haben, können noch keimen. Wenn die Fliegen ihr Werk vollbracht haben, bleibt eine leuchtend rote, himbeerartige Spitze an einem rosa Stiel zurück. Der Stiel ist hohl und von schwammiger Struktur, so dass der Pilz schnell umfallen kann.
Die "Eier" von Mutinus ravenelii sind essbar, während von dem erwachsenen Pilz selbst noch nicht bekannt ist, ob er essbar oder giftig ist. Ultimate Mushroom rät davon ab, diesen Pilz zu essen.
Der lateinische Gattungsname Mutinus bedeutet "Penis" oder männliches Glied; dies bezieht sich natürlich auf die Form des Pilzes. Der Artname ravenelii ist eine Hommage an den amerikanischen Botaniker Henry William Ravenel (1814-1887).
Andere Namen: Hundsstinkmorchel, Roter Stinkmorchel, Ravenel's Red Stinkhorn.
Pilz Identifikation
-
Unreifer Fruchtkörper
Der unreife Fruchtkörper ist ein weißliches bis leicht gelbliches "Ei" mit einer Größe von 0.59 bis 0.79 Zoll (1.5 bis 2 cm) hoch und 0.39 bis 0.59 Zoll (1 bis 1.5 cm) breit. Die Oberfläche ist glatt, und wenn man sie aufschneidet, kommt das Stinkhorn zum Vorschein, das von einer gallertartigen Substanz umgeben ist.
-
Reife Frucht Körper
Der reife Fruchtkörper kann bis zu 1.57 bis 3.15 Zoll (4 bis 8 cm) hoch und ist 0.39 bis 0.59 Zoll (1 bis 1.5 cm) dick an seiner breitesten Stelle. Die Form ist zylindrisch, oft mit einer ziemlich abrupt abgerundeten Spitze, kann aber auch eine konische Spitze haben. Sie ist hohl und schwammig, mit einer fein bis mäßig pockennarbigen Oberfläche. Die Farbe des Fruchtkörpers ist im frischen Zustand rosa bis fast rot, wird zur Basis hin blasser und verblasst zu blassrosa oder weißlich. Der Apex wird bei der Reife gewöhnlich durchlöchert und ist im frischen Zustand mit braunem Sporenschleim in einer schmalen apikalen Zone bedeckt, die manchmal gut definiert oder sogar am unteren Rand eingeschnürt ist. Der apikale Teil unter dem Sporenschleim ist in der Regel dunkler rot, während die Basis von einer weißlichen, sackartigen Volva umhüllt ist. Der Fruchtkörper ist an dünnen weißen Rhizomorphen befestigt.
-
Geruch
Der Geruch dieser Art ist übel, während der Sporenschleim vorhanden ist.
-
Sporen Druck
Olivbraun.
-
Lebensraum
Diese Art ist saprobiell und wächst allein oder in Gruppen in Wäldern, Parks und Gärten, auf Anbauflächen und in Wäldern während der Sommer- und Herbstsaison. Sie ist in ganz Nordamerika von den südlichen Appalachen bis zu den Seeprovinzen, Washington und Alaska sowie in Mexiko verbreitet. Sie ist auch in Europa recht häufig und wurde in Neuseeland gemeldet.
-
Mikroskopische Merkmale
Die Sporen dieser Art sind zylindrisch oder subcylindrisch und messen 3-5 x 1.5-2 µm. Sie sind glatt und haben oft zwei winzige polare Tröpfchen, die in KOH hyalin erscheinen. Die Sphaerozysten des Pseudostiels sind unregelmäßig subglobös und messen 19-54 µm im Durchmesser. Die Wände sind 0.5-1 µm dick, sie sind glatt und erscheinen in KOH hyalin. Die Hyphen der Volva sind 3-8 µm breit, glatt und septiert und erscheinen in KOH hyalin. Es wurden keine Klemmverbindungen gefunden.
Synonyme
-
Aedycia ravenelii (Berkeley & M.A. Curtis) Kuntze (1898), Revisio generum plantarum, 3, p. 441
-
Corynites brevis Ellis (1880), Bulletin of the Torrey botanical Club, 7(3), p. 30
-
Corynites ravenelii Berkeley & M.A. Curtis (1855) [1853], The transactions of the linnean Society of London, series 1, 21(2), p. 151
-
Dictyophora ravenelii (Berkeley & M.A. Curtis) Burt (1896), The botanical gazette (Crawfordsville), 22(5), p. 385
-
Ithyphallus ravenelii (Berk. & M.A. Curtis) E. Fisch., 1888
-
Phallus ravenelii (Berkeley & M.A. Curtis) Berkeley & M.A. Curtis (1873), Grevillea, 2(15), p. 33
Mutinus ravenelii Video
Quellen:
Foto 1 - Autor: Salicyna (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Deana Thomas (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: ElmA (CC BY-SA 3.0 Unported)
Foto 4 - Autor: Ekaterina Vojnova (CC BY 4.0 International)
Foto 5 - Autor: Elena Sherehora (CC BY 4.0 International)





