Albatrellus ovinus
Was Sie wissen sollten
Albatrellus ovinus ist ein großer, dichter Pilz, der reich an Zellwandmaterial ist. Dieser cremefarbene bis blass graubraune Polypus sieht von oben wie ein Fliegenpilz oder ein Igelpilz aus, hat aber auf der Unterseite winzige Poren. Er färbt sich zitronengelb oder grünlich-gelb, besonders an den Poren. Die Haut des gewölbten Hutes wird im Alter oft rissig. Sie hat einen kräftigen Stiel und ein sehr festes, mildes bis leicht bitteres weißes Fruchtfleisch. Der Pilz wächst unter Nadelbäumen, Mykorrhiza mit Fichten auf moosbewachsenem Boden.
Andere Namen: Schafspilz, Waldlamm, Ningyoutakemodoki (japanisch).
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Mykorrhiza mit Nadelbäumen in einer Vielzahl von Ökosystemen (unter Engelmann-Fichten und subalpinen Tannen in den Rocky Mountains, unter Fichten und anderen Nadelbäumen in den Appalachen und unter verschiedenen Tannen, Kiefern und Fichten in nördlichen und nordöstlichen Regionen); wächst gewöhnlich gesellig (manchmal in dichten Gruppen); Sommer und Herbst (überwintert auch an der kalifornischen Küste, wo neben Nadelbäumen auch Manzanita als Wirt berichtet wird); in Nordamerika weit verbreitet.
Kappe
4-20 cm im Durchmesser; in der Regel kreisförmig im Umriss, aber manchmal unregelmäßig; im Alter locker konvex, flach oder flach eingedrückt; selten verwachsen; trocken; anfangs glatt, dann gewöhnlich auffällig rissig, mit blassem bis gelblichem Fleisch, das in den Rissen freiliegt; in der Jugend weißlich oder bräunlich, aber gewöhnlich bald bräunlich.
Porenoberfläche
Am Stiel herabhängend; mit zunehmendem Alter weiß bis cremefarben oder gelb; manchmal schwach grünlich oder gelblich quetschend; Poren sehr klein (2-5 pro mm) und kreisförmig, außer in der Nähe des Stiels bei älteren Exemplaren, wo sie größer und eckiger (oder sogar fast zahnartig) werden können; Röhren bis 4 mm tief.
Stängel
3-10 cm lang; 1-4 cm breit; zentral oder etwas dezentriert; weißlich bis hellbraun; glatt oder sehr fein samtig.
Fruchtfleisch
Weißlich oder gelblich.
Chemische Reaktionen
KOH sofort schmutzig goldgelb auf dem Fruchtfleisch.
Sporenabdruck
Weiß.
Getrocknete Proben
Keine typische rötliche Färbung der Oberflächen; das Fleisch trocknet gelblich bis oliv.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 4-5 x 2.5-3.5 µ; glatt; subglobös oder breit elliptisch; inamyloid; Wände ziemlich dick. Gloeopleröse Hyphen vorhanden, Anfärbung in Phloxin. Klemmanschlüsse fehlend.
Ähnliche Arten
Albatrellus subrubescens Mikroskopisch gesehen, sind die Sporen von A. subrubescens sind amyloid, während die von A. ovinus nicht sind.
Taxonomie und Etymologie
Als Jacob Christian Schaefer diesen ungewöhnlichen Polypen 1762 beschrieb, gab er ihm den wissenschaftlichen Binomialnamen Boletus ovinus, der seinen Basisnamen begründet. 1903 stellte der amerikanische Mykologe William Alphonso Murrill (1869-1957) die Art in ihre heutige Gattung mit dem wissenschaftlichen Namen Albatrellus ovinus.
Das Alba- bedeutet weiß, und -ellus bedeutet etwas, das viel kleiner als die Norm ist, was in diesem Fall Poren sein müssen.
Das spezifische Epitheton ovinus bedeutet im Lateinischen "Schaf".
Synonyme
Steinpilz ovinus Schaeff., 1774
Steinpilz (Boletus crispus) Batsch, 1783
Steinpilz fragilis J.F. Gmel., 1792
Steinpilz albidus Pers., 1801
Albatrellus albidus (Pers.) Gray, 1821
Polyporus ovinus (Schaeff.) Fr., 1821
Caloporus ovinus (Schaeff.) Quél., 1886
Scutiger ovinus (Schaeff.) Murrill, 1920
Steinpilz Carinthiacus Pers., 1801
Polyporus subsquamosus var. luteolus Beck, 1886
Polyporus limonius Velen., 1922
Polyporus lutescens Velen., 1922
Quellen:
Foto 1 - Autor: Bernypisa (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Salvia_Antikus (CC BY-SA 3.0 Unerwähnt)
Foto 4 - Autor: Szabi237 (CC BY 3.0 Unportiert)



