Mycena epipterygia
Was Sie wissen sollten
Mycena epipterygia ist eine Pilzart aus der Familie der Mycenaceae, die in Europa verbreitet ist. Leicht zu erkennen an der zähflüssigen graubraunen bis gelbbraunen Kappe, dem zähflüssigen gelben Stiel, den weißen, nicht-marginalen Lamellen und dem Wachstum auf Nadelholzschutt.
Dieser Pilz wächst fast ausschließlich auf Nadelbäumen, während er weiter nördlich im Pazifischen Nordwesten häufig auf Laubholzresten zu finden ist.
M. epipterygia var. viscosa kommt auch in diesem Staat vor, unterscheidet sich aber durch einen stark ranzigen mehligen Geschmack, und der Stielansatz entwickelt im Alter schmutzige Brauntöne.
Nur Mycena epipterygia var. Epipterygia sieht ähnlich aus; sie unterscheidet sich durch ihre Farbe, die gewöhnlich weniger grün ist und von stumpfgelb bis bräunlich-gelb reicht - und durch ihren zerstreuten bis geselligen, terrestrischen Lebensraum.
M. epipterygia ist eine häufige Art in Westeuropa (u. a. in den Niederlanden und Belgien). Er wächst in verschiedenen Lebensräumen: in Laub- und Nadelwäldern, aber auch in Heidekraut und sauren Wiesen, zwischen Gräsern und Moosen. Diese Art wächst auf dem Boden. In Großbritannien erscheinen die Fruchtkörper von August bis November.
Die Art gilt als essbar, ist aber in der Küche kaum von Interesse.
Andere Namen: Gelbbein-Haube.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Saprobiell auf rindenlosem, oft moosigem, gut verrottetem Totholz von Nadelbäumen; wächst gesellig; Herbst; in Nordamerika offenbar recht weit verbreitet.
Kappe
bis zu etwa 1.5 cm im Durchmesser; eiförmig, breit kegelförmig bis breit glockenförmig werdend; im frischen Zustand klebrig; kahl; gelbgrün bis leuchtend grünlich-gelb, zu stumpfem Gelb verblassend; der Rand manchmal schwach gesäumt; Schale ziemlich zäh und elastisch, abziehbar.
Lamellen
Mit einem Zahn am Stiel befestigt; dicht oder fast entfernt; weißlich bis blass grünlich-gelb oder gelb.
Stängel
4-6 cm lang; 1-1.5 mm dick; zerbrechlich; gleich; kahl; klebrig; gefärbt wie der Hut oder heller.
Fleisch
Unwesentlich; gelblich.
Geruch und Geschmack
Geruch leicht bis mäßig mehlig oder leicht nach Jod; Geschmack ähnlich.
Sporen Druck
Weiß.
Chemische Reaktionen
KOH negativ auf der Hutoberfläche.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 7-13 x 5-8 µ; schwach bis mäßig amyloid; elliptisch; glatt. Basidien meist 2-sporig. Cheilocystidien reichlich vorhanden; clavat bis subglobat oder gelegentlich sackförmig; mit zahlreichen stäbchenförmigen Fortsätzen bedeckt. Pleurocystidien fehlend. Pileipellis an ixocutis.
Taxonomie und Etymologie
Als der italienische Mykologe Giovanni Antonio Scopoli 1772 diesen kleinen Haubenpilz beschrieb, gab er ihm den Namen Agaricus epipterygius. Der heute akzeptierte wissenschaftliche Name Mycena epipterygia stammt aus dem Jahr 1821, als der britische Mykologe Samuel Frederick Gray (1766 - 1828) diese Art in die Gattung Mycena.
Die Gelbbeinige Haube hat eine ganze Reihe von Synonymen angesammelt, darunter Agaricus epipterygius Scop., Agaricus flavipes Sibth., Agaricus nutans Sowerby, Agaricus citrinellus Pers., Mycena epipterygia var. epipterygia (Scop.) Gray, Mycena flavipes (Sibth.) Gray, Agaricus plicatocrenatus Fr., Mycena citrinella (Pers.) P. Kumm., Mycena plicatocrenata (Fr.) Gillet, und Mycena splendidipes Peck.
Das spezifische Epitheton epipterygia kommt von der Vorsilbe epi-, was "auf" bedeutet, und pterugion, was "einem (kleinen) Flügel ähnelnd" bedeutet.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Holger Krisp (CC BY 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Gilles San Martin (CC BY-SA 2.0 Allgemein)
Foto 4 - Autor: James Lindsey (CC BY-SA 2.5 Generisch)
Foto 5 - Autor: Sava Krstic (sava) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)





