Lactarius pallidus
Was Sie wissen sollten
Lactarius pallidus ist ein essbarer Pilz der Gattung Lactarius. Er hat eine blasse Farbe und wächst auf dem Boden von Buchen- oder Birkenwäldern. Die glatte Kappe weist eine besonders dicke Fleischschicht auf und hat oft einen gekrümmten Rand.
Obwohl er im Allgemeinen als essbar gilt, wird er nicht zum Rohverzehr empfohlen. In Europa häufig, in Nordamerika und Australasien weniger häufig.
Lactarius pallidus wächst typischerweise als Mykorrhizapilz unter Buche, kann aber auch unter Birke vorkommen. Sie ist typischerweise halb vergraben in der Laubstreu. Man findet ihn manchmal in großen Gruppen und er kommt den ganzen Sommer und Herbst über vor. Sie ist in Europa weit verbreitet, in Nordamerika jedoch viel seltener. Kann auch in Australien gefunden werden.
Andere Namen: Blasses Milchhäubchen.
Pilz Identifizierung
Kappe
4 bis 10 cm im Durchmesser, konvex und dann eingedrückt, die Kappe ist blass buff mit einer rosigen, fleischfarbenen Tönung, manchmal mit undeutlicher kreisförmiger Zonierung in der Nähe des Randes.
Die Oberfläche des Hutes ist glatt; bei nassem Wetter ist sie schleimig, bei Trockenheit bleibt sie meist klebrig, glänzt aber.
Lamellen
Die Lamellen sind kurz abfallend und ziemlich dicht beieinander. Sie sind blassrosa oder hell ockerfarben und gelegentlich, aber nicht immer, fleckig. Die Milchkappe gibt reichlich weißen Milchsaft ab, der meist, aber nicht immer, einen recht milden Geschmack hat.
Stängel
Sehr variabel im Durchmesser von 1 bis 2.5 cm lang und 3 bis 8 cm breit, der Stiel ist mehr oder weniger zylindrisch oder verjüngt sich an der Basis leicht. Die Oberfläche des Stiels ist glatt und blasser als die der Kappe; mit zunehmendem Alter neigt sie dazu, hohl zu werden.
Sporen
Weitgehend ellipsoidisch, 7.5-8.5 x 6-6.5µm; verziert mit Graten und einigen Querverbindungen, die manchmal ein teilweises Netz bilden.
Sporenabdruck
Blass ockerfarben.
Geruch und Geschmack
Leicht fruchtiger Geruch; die Milch (Milchsaft) hat meist einen milden Geschmack, aber nicht immer: gelegentlich werden blasse Milchkappen gefunden, die sehr scharf schmecken.
Lebensraum & Ökologische Rolle
Mykorrhizapilz; in Laubwäldern, hauptsächlich unter Buchen. Die Blasse Milchmütze ist zwar ein seltener Fund, aber wo sie vorkommt, ist sie oft in großen Gruppen anzutreffen.
Ähnliche Arten
Lactarius musteus ist ein ähnlicher, aber viel seltenerer Milchling; sein Stiel ist löchrig, er hinterlässt einen hellen, cremefarbenen Sporenabdruck, und er kommt unter Kiefern vor; in Nordamerika und Australasien ist er weniger verbreitet.
Taxonomie und Etymologie
Dieser Pilz wurde 1797 von Christiaan Hendrik Persoon wissenschaftlich beschrieben, der ihm den binomischen Namen Lactarius pallidis gab, unter dem er auch heute noch von Mykologen bezeichnet wird.
Synonyme von Lactarius pallidus sind Agaricus lactifluus var. pallidus (Pers.) Pers., und Agaricus pallidus (Pers.) Fr.
Der Gattungsname Lactarius bedeutet Milch produzierend (laktierend) - eine Anspielung auf den milchigen Milchsaft, der aus den Lamellen von Milchhutpilzen austritt, wenn sie angeschnitten oder zerrissen werden.
Das spezifische Epitheton pallidus ist ein lateinisches Adjektiv und bedeutet "blass".
Quellen:
Foto 1 - Autor: Holger Krisp (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Amadej Trnkoczy (amadej) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jose Angel Urquia Goitia (CC BY-SA 4.0 International)



