Clavulina rugosa
Was Sie wissen sollten
Clavulina rugosa ist eine Art der Korallenpilze in der Familie der Clavulinaceae. Er ist essbar.
Dieser kleine Keulenpilz wächst oft einzeln oder in verstreuten Gruppen im Moos an Waldwegen. Die Keule ist im Querschnitt abgeflacht und hat sehr wenige unregelmäßig geformte Äste. Die Zweigspitzen sind stumpf und nicht spitz wie bei anderen weißen Keulen, wie z.B Clavaria fragilis (Weiße Spindeln) tun.
Clavulina rugosa ist an der cremefarbenen bis blassgrauen oder ockerfarbenen Färbung und den dicken, oft runzligen Zweigen mit stumpfen Spitzen zu erkennen.
Andere Namen: Zerknitterter Korallenpilz.
Identifizierung des Pilzes
Ökologie
Vermutlich Mykorrhizapilz; kommt unter Koniferen und Laubhölzern vor; wächst allein, in Gruppen oder in Büscheln; Sommer und Herbst (überwintert in warmen Klimazonen); in Nordamerika weit verbreitet.
Fruchtkörper
4-12 cm hoch; bis 1.5 cm breit; unverzweigt oder ein- bis mehrfach geteilt (oft geweihartig erscheinend).
Äste
Robust; weiß, manchmal mit zunehmendem Alter gelblich gefärbt; gelb, wenn sie für das Herbarium getrocknet werden; die Spitzen sind wie die Seiten gefärbt, stumpf oder gelegentlich "kantig" mit mehreren scharfen Spitzen; wenn sie parasitiert sind, werden sie von der Basis aufwärts dunkelgrau bis schwarz.
Basis
Nicht vom oberen Teil des Fruchtkörpers getrennt.
Fruchtfleisch
Weißlich; ziemlich zäh.
Geruch und Geschmack
Nicht unterscheidbar.
Sporen Druck
Weiß.
Chemische Reaktionen
Eisensalze negativ auf Zweigen.
Mikroskopische Merkmale
Sporen 9-14 x 8-12 µ; subglobös oder breit elliptisch; glatt; mit einem Apiculus. Basidien clavat; 40-85 x 6-9.5 µ; 2-sterigmatig mit langen (6-9 µ), gekrümmten Sterigmata. Klammerverbindungen vorhanden.
Ähnliche Arten
Clavulina cinerea ist ein grauer, verzweigter Pilz, der nicht die charakteristischen Oberflächenfalten von Clavulina rugosa aufweist.
Taxonomie und Etymologie
Die Runzelige Keule wurde 1790 von dem französischen Mykologen Jean Baptiste Francois (Pierre) Bulliard beschrieben, der ihr den binominalen wissenschaftlichen Namen Clavaria rugosa gab. Fast ein Jahrhundert später, im Jahr 1888, übertrug der deutsche Mykologe Joseph Schrötter (1837 - 1894) diese Art in die Gattung Clavulina und etablierte damit ihren heute akzeptierten wissenschaftlichen Namen Clavulina rugosa.
Zu den vielen Synonymen von Clavulina rugosa gehört Clavaria rugosa var. alcyonaria Corner, Clavaria rugosa Bull., Clavaria grossa Pers., Clavaria canaliculata Fr., Ramaria rugosa (Stier.) Gray, Clavaria rugosa var. fuliginea Fr., Clavaria macrospora Britzelm., Clavulina rugosa var. alcyonaria Ecke, Clavulina rugosa var. canaliculata (Fr.) Ecke, Clavulina rugosa var. fuliginea (Fr.) Corner, und Clavulina rugosa var. macrospora (Britzelm.) Ecke.
Das spezifische Epitheton rugosa bedeutet faltig oder rau.
Quellen:
Foto 1 - Autor: Strobilomyces (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 2 - Autor: Jörg Hempel (CC BY-SA 3.0 Deutschland)
Foto 3 - Autor: Walter Siegmund (Beitrag) (CC BY-SA 3.0 Unportiert, 2.5 Gattungen, 2.0 Allgemein und 1.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Manfred Bromba (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 5 - Autor: Jean-Jacques MILAN (CC BY-SA 3.0 Unportiert)





