Clitopilus geminus
Was Sie wissen sollten
Rhodocybe truncata ist eine Pilzart aus der Familie der Entolomataceae. Die Fruchtkörper sind fleischig, mittelgroß und in der Jugend cremefarben. In frischem Zustand erscheint er ziemlich "trocken", aber wenn er feucht ist, wird er ziemlich dunkel und sieht fast wie eine andere Art aus. Kann in einzelnen Fruchtkörpern wachsen, aber oft verschmelzen sie und sehen fast verklumpt aus.
Der Pilz hat einen angenehmen mehligen Geruch, würzig und leicht aromatisch, kann aber roh etwas penetrant schmecken.
Diese Art war auch als Rhodocybe truncata (Gillet) Sing bekannt. früher ex Bon, aber das war ein Irrtum und diese Verwendung war unzulässig. Das Exemplar wurde ursprünglich beschrieben als R. truncata (Schaeff).) Singer von Schäffer muss etwas anderes gewesen sein.
Andere Namen: Braune Rosenknospe.
Pilz Identifizierung
Kappe
Ocker mit blassrosa Tönung, mit zunehmendem Alter bräunlicher werdend; 3 bis 10cm im Durchmesser; anfangs konvex, dann abflachend mit flachem Umbruch, wobei der Rand nach unten oder leicht nach innen gebogen ist; nicht hygrophan; matt, nicht zähflüssig; der Hutrand ist nicht geriffelt.
Lamellen
Ziemlich dicht gedrängt, angewachsen/unterbrochen mit einem kleinen, abfallenden Zahn; sehr blasser Büffel mit einem rosa Schimmer. Hymeniale Pseudocystidien und Klammern
sind nicht vorhanden.
Stängel
Zylindrisch oder an der Basis leicht kegelförmig; weiß und mehlig in der Nähe der Spitze, dann rosafarben und faserig, zur Basis hin weiß werdend; 4 bis 8 cm lang und 0.8 bis 2cm im Durchmesser; längs fibrillös; kein Stielring.
Sporen
Isodiametrisch (breit ellipsoidisch, eckig), dünnwandig mit kleinen unregelmäßigen Warzen; 4.5-7 x 3-4.5μm.
Sporenabdruck
Fruchtfleisch rosa bis lachsrosa.
Geruch und Geschmack
Mehliger Geruch (wie feuchtes Mehl) oder fruchtig; öliger/nussiger Geschmack.
Lebensraum
Saprobiell, meist in Gruppen, auf dem Boden von verbuschtem Grasland und Wäldern, oft mit Brennnesseln.
Jahreszeit
Fruchtbildung im Spätsommer und Herbst.
Ähnliche Arten
Entoloma clypeatum fehlt die rötliche Färbung von Hut und Stiel und hat viel größere Sporen.
Taxonomie und Etymologie
Als der französische Mykologe Jean-Jacques Paulet (1740 - 1826) diese Art 1793 beschrieb, gab er ihr den wissenschaftlichen (binomialen) Namen Hypophyllum geminum. Elias Magnus Fries sanktionierte 1838 das spezifische Epitheton und bezeichnete die Art als Agaricus geminus. Der wissenschaftliche Name Rhodocybe gemina stammt aus einer Veröffentlichung des niederländischen Mykologen Thomas W. Kuyper (b. 1954) und Machiel Evert Noordeloos (b. 1949).
Der Gattungsname Rhodocybe stammt von den altgriechischen Wörtern Rhodeos-, was rosa bedeutet, und -cybe, was Kopf bedeutet.
Das spezifische Epitheton gemina ist lateinisch für gepaart - vermutlich ein Hinweis darauf, dass diese Pilze nur selten als Einzelgänger vorkommen.
Synonyme
Hebeloma truncatum (Schaeff.) P. Kumm., 1871
Tricholoma truncatum (Schaeff.) Quél., 1880
Gyrophila truncata (Schaeff.) Quél., 1886
Rhodopaxillus truncatus (Schaeff.) Maire, 1913
Clitopilus truncatus (Schaeff.) Kühner & Romagn., 1953
Hebelomatis truncatum (Schaeff.) Locq., 1979
Rhodocybe gemina (Paulet) Kuyper & Noordel., 1987
Hypophyllum geminum Paulet, 1793
Gyrophila gemina (Paulet) Quél., 1886
Tricholoma geminum (Paulet) Sacc., 1887
Quellen:
Foto 1 - Autor: Dr. Hans-Günter Wagner (CC BY-SA 2.0 Generisch)
Foto 2 - Autor: Ian Alexander (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Generisch)
Foto 4 - Autor: Lukas aus London, England (CC BY-SA 2.0 Allgemein)
Foto 5 - Autor: Björn S... (CC BY-SA 2.0 Allgemein)





