Mycena meliigena
Was Sie wissen sollten
Mycena meliigena ist ein sehr kleiner Pilz, der in Rissen in der schwarzen Rinde von Steineichen in sehr feuchter Umgebung auftritt. Der dünne Stängel erstreckt sich waagerecht vom Stamm aus, biegt sich aber in die Senkrechte und trägt eine halbkugelförmige Kappe.
In feuchten und nicht allzu kalten Wintern wächst Mycena meliigena plötzlich reichlich aus der Rinde, meist zwischen Flechten und Moos, und nicht aus dem Holz. In bewaldeten Gebieten kann es Hunderte von Eichen geben. Doch die Schönheit ist vergänglich. Sobald die Feuchtigkeit verschwunden ist, verschwindet auch Mycena meliigena.
Mycena meliigena ist kaum essbar. Der Pilz schmeckt mild. Sein Geruch kann als erdig und faulig beschrieben werden.
Pilzbestimmung
Cap
5-10 mm im Durchmesser, halbkugelförmig, parabolisch bis konvex, in der Mitte oft etwas abgeflacht oder eingedrückt, satiniert, durchscheinend-gestreift, durchsichtig, weinrot, bräunlich-rosa, dunkelviolett oder blassbraun mit lilafarbenem Schimmer, im Alter bräunlicher werdend.
Lamellen
6-14 bis zum Stiel reichend, breit, der Rand konvex, angewachsen, mehr oder weniger abfallend mit einem kurzen Zahn, zunächst gleichfarbig mit der Kappe, dann weißlich und schließlich mehr oder weniger sepia-grau-braun, der Rand blasser.
Stängel
4-20 x 0.2-1 mm, pruinös bis weiß-flockig, glabreszent, glänzend werdend, mehr oder weniger deckungsgleich mit dem Hut, Basis dicht mit langen, weißen Fibrillen besetzt.
Geruch
Keine.
Lebensraum
Auf (meist moosbewachsener) Rinde verschiedener lebender Laubbäume. Herbst bis Winter. In Südostnorwegen häufig, sonst selten.
Mikroskopische Merkmale
Basidien 30-36 x 10.5-13.5 µm, clavat, 2- oder 4-sporig. Sporen aus 4-sporigen Basidien 8-11 x 8-9.5 µm, von 2-sporigen Basidien bis zu 14.5 µm, Qav ˜ 1.1, kugelförmig bis subglobös, amyloid. Cheilozystidien 15-40 x 6-14 µm, gemischt mit den Basidien vorkommend, clavat, bedeckt mit ungleichmäßig verteilten, einfachen bis verzweigten, gekrümmten bis gewundenen Exzessen bis zu 12.5 µm lang. Pleurozystidien fehlend. Lamellen-Trama dextrinoid. Hyphen der Pileipellis 2.5-9 µm breit, mit Warzen oder zylindrischen Auswüchsen bedeckt. Hyphen der Rindenschicht des Stängels divertikulär, die Endzellen bis zu 80 µm lang, gewöhnlich schlank, clavat, divertikulär. Klammern sind bei der 4-sporigen Form vorhanden, bei der 2-sporigen Form fehlen sie.
Taxonomie und Etymologie
Mycena meliigena (Geschlecht: weiblich) wurde wissenschaftlich beschrieben von P.A. Saccardo und effektiv veröffentlicht 1887. Der Name Mycena meliigena ist eine Typenkombination. Mycena meliigena hat den Status legitim.
Die wissenschaftliche Klassifikation von Mycena meliigena ist Fungi, Dikarya, Basidiomycota, Agaricomycotina, Agaricomycetes, Agaricomycetidae, Agaricales, Mycenaceae, Mycena. Für weitere Informationen siehe P.A. Saccardo (1887, p. 302).
Synonyme
Agaricus meliigena Berk. & Cooke
Mycena meliigena f. alba Courtec.
Prunulus meliigena (Berk. & Cooke) Murrill
Quellen:
Foto 1 - Autor: Sava Krstic (sava) (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Vasyliuk Oleksij (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 3 - Autor: Arne Aronsen/Naturhistorisk museum, Universitetet i Oslo (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 4 - Autor: Michel Langeveld (CC BY-SA 4.0 International)
Foto 5 - Autor: Zaca (CC BY-SA 3.0 Unportiert)





