Russula azurea
Was Sie wissen sollten
Russula azurea gehört zur Gattung Russula und zur Familie der Russulaceae. Er ist ein kleiner bis mittelgroßer Pilz. Er ist leicht an der außergewöhnlichen bläulich-violetten Farbe des Hutes, den weißen Lamellen und dem Stiel sowie dem nicht bitteren Geschmack zu erkennen.
In einem ähnlichen Lebensraum kann die Amethysttaube (Russula amethystina) mit einer Weinkappe, weißem Stummel und nicht bitterem Geschmack gefunden werden. Die Lamellen färben sich jedoch gelb, wenn die Sporen reifen, da der Pollen der Sporen ockerfarben ist.
Andere Namen: Russule azurée (französisch), Weißblättriger Reif-Täubling (deutsch).
Identifizierung des Pilzes
Kappe
Zunächst halbkugelförmig, aber bald flach mit einer flachen Vertiefung. Bläulich-violett oder violett, in der Mitte meist dunkler, manchmal mit grünlicher Tönung. Manchmal sind kreisförmig angeordnete dunkle Streifen zu sehen. Die Oberfläche ist glatt und staubig, bei trockenem Wetter wirkt sie matt. Der Rand ist gerade und bei voll entwickelten Exemplaren leicht gerillt. Die Schale schält sich auf halber Strecke zur Mitte hin ab. Durchmesser bis zu 8 cm.
Lamellen
Weiß, schließlich cremig-gelblich. Mäßig dicht bis spärlich, teilweise eingewachsen und brüchig.
Stängel
Zylindrisch, oft in der Mitte leicht verjüngt. Weiß. Die Oberfläche ist glatt oder fein gerippt. Höhe bis zu 7 cm.
Fruchtfleisch
Weiß, dünn und brüchig. Es gibt keinen besonderen Geruch. Der Geschmack ist angenehm, nicht stechend.
Sporen
Der Sporenpollen ist weiß. Sporen sind 7.5-9 x 6-7.5 μm groß. Sie sind mit winzigen Stacheln ohne Netzmuster verziert.
Lebensraum
Gebirgsnadelwälder. Sie kommt unter Tanne (Abies), Fichte (Picea) und Waldkiefer (Pinus sylvestris) vor. Früchte einzeln oder in Gruppen im Sommer und Herbst. Wahrscheinlich eine seltene Art.
Synonyme
Russula cinereoviolacea Allesch., 1886
Russula inconspicua Velen., 1920
Vorkommen:
Foto 1 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 2 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)
Foto 3 - Autor: Jerzy Opioła (CC BY-SA 3.0 Unportiert)



